Koran, Übersetzung A.T. Khoury
Der Koran oder Qur'an [qurˈʔaːn] (القرآن al-qurʾān, „die Lesung, Rezitierung, Vortrag“) ist die heilige Schrift des Islam, die gemäß dem Glauben der Muslime Gottes (arab. Allah) wörtliche Offenbarung an den Propheten Muhammad, vermittelt durch den Erzengel Gabriel, enthält.
Der Koran besteht aus 114 mit Namen versehenen Suren, von denen 113 mit der Basmala (بسم الله الرحمن الرحيم bi-smi llāhi r-rahmâni r-rahīm, „Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes“) anfangen. Diese Formel wird in 27:30 wiederholt und erscheint somit 114 Mal.
Koranübersetzungen
Die erste Übersetzung ins Deutsche stammt vom Nürnberger Priester Salomon Schweigger 1616. Er übersetzte die italienische Version des Korans.
Unabhängig von ihm übersetzten auch der Hamburger E. Happel 1688, Nerreter 1703 und T. Arnold 1743 den Koran. Der Orientalist Friedrich Rückert hat in der ersten Hälfte des 19.
Trockener und schwerer lesbar, dafür vollständig und auch näher am Text bleibt die moderne wissenschaftliche Übersetzung von Rudi Paret, die in Fachkreisen als die philologisch zuverlässigste gilt.
Daneben existieren die Ahmadiyya-Übersetzungen (zweisprachige Ausgaben mit dem arabischen Originaltext auf jeder geraden Buchseite in über 50 Sprachen, wobei die Basmala in der Verszählung mitgezählt wird), sowie Übersetzungen des arabisch Theologieprofessors Adel Theodor Khoury (traditionsgebunden, vom Islamischen Weltkongress unterstützt), von Lazarus Goldschmidt, von Ahmad von Denffer und von Max Henning (Reclam).
Die Henning-Ausgabe ist aktuell von Murad Wilfried Hofmann überarbeitet und mit Anmerkungen versehen worden.
Eine weitere Übersetzung hat Muhammad Rassoul unter dem Titel Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur'an Al-Karim in der Islamischen Bibliothek veröffentlicht.