Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
| 10:1 | Alif Lam Ra. Dies sind die Zeichen des weisen Buches. |
| 10:2 | Scheint es
denn den Menschen verwunderlich, daß Wir einem Mann aus ihrer Mitte
offenbart haben:. »Warne die Menschen und verkünde denen, die glauben,
daß sie bei ihrem Herrn einen wahrhaftigen Vorrang haben«? Die
Ungläubigen sagen: »Das ist nur eine offenkundige Zauberei.« |
| 10:3 | Euer Herr
ist Gott, der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und sich
dann auf dem Thron zurechtsetzte, um die Angelegenheit zu regeln. Es
gibt keinen Fürsprecher außer nach seiner Erlaubnis. So ist Gott, euer
Herr. Dienet Ihm. Wollt ihr es denn nicht bedenken? |
| 10:4 | Zu Ihm
kommt ihr alle zurück. Das ist das Versprechen Gottes in Wahrheit. Er
macht die Schöpfung am Anfang, und Er wiederholt sie, um diejenigen,
die glauben und die guten Werke tun, in Gerechtigkeit zu entlohnen. Für
die, die ungläubig sind, sind ein Getränk aus heißem Wasser und eine
schmerzhafte Pein bestimmt dafür, daß sie ungläubig waren. |
| 10:5 | Er ist es,
der die Sonne zur Leuchte und den Mond zum Licht gemacht und ihm
Stationen zugemessen hat, damit ihr die Zahl der Jahre und die
Zeitrechnung wißt. Gott hat ja dies nur in Wahrheit erschaffen. Er legt
die Zeichen im einzelnen dar für Leute, die Bescheid wissen. |
| 10:6 | Im
Aufeinanderfolgen von Nacht und Tag und in dem, was Gott in den Himmeln
und auf der Erde erschaffen hat, sind gewiß Zeichen für Leute, die
gottesfürchtig sind. |
| 10:7 | Diejenigen,
die nicht erwarten, Uns zu begegnen, die mit dem diesseitigen Leben
zufrieden sind und sich darin wohl fühlen, und die unsere Zeichen
unbeachtet lassen, |
| 10:8 | Diese haben das Feuer zur Heimstätte für das, was sie erworben haben. |
| 10:9 | Diejenigen,
die glauben und die guten Werke tun, leitet ihr Herr wegen ihres
Glaubens recht. Unter ihnen werden Bäche fließen in den Gärten der
Wonne. |
| 10:10 | Ihr Rufen
darin wird sein: »Preis sei Dir, unser Gott!«, und ihre Begrüßung
darin: »Friede!« Ihr abschließender Ruf: »Lob sei Gott, dem Herrn der
Welten!« |
| 10:11 | Würde
Gott den Menschen das Böse so beschleunigen, wie sie das Gute zu
beschleunigen wünschen, wäre für sie die Frist erfüllt. Aber Wir lassen
diejenigen, die nicht erwarten, Uns zu begegnen, im Übermaß ihres
Frevels umherirren. |
| 10:12 | Und wenn
ein Schaden den Menschen trifft, ruft er (Uns) an auf der Seite
(liegend), im Sitzen oder Stehen. Wenn Wir ihm seinen Schaden behoben
haben, geht er vorbei, als hätte er Uns nicht gegen einen Schaden, der
ihn getroffen hat, angerufen. So wird den Maßlosen verlockend gemacht,
was sie tun. |
| 10:13 | Wir haben
viele Generationen vor euch verderben lassen, als sie Unrecht taten, da
ihre Gesandten mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kamen, und sie nicht
glauben mochten. So vergelten Wir Leuten, die Übeltäter sind. |
| 10:14 | Dann haben Wir euch nach ihnen zu Nachfolgern auf der Erde eingesetzt, um zu sehen, wie ihr handeln würdet. |
| 10:15 | Wenn
ihnen unsere Zeichen als deutliche Beweise verlesen werden, sagen
diejenigen, die nicht erwarten, Uns zu begegnen: »Bring einen anderen
Koran als diesen, oder ändere ihn ab.« Sprich: Es steht mir nicht zu,
ihn von mir aus abzuändern. Ich folge nur dem, was mir offenbart wird.
Ich fürchte, wenn ich gegen meinen Herrn ungehorsam bin, die Pein eines
gewaltigen Tages. |
| 10:16 | Sprich:
Wenn Gott wollte, würde ich ihn euch nicht verlesen, und Er würde euch
nicht davon Kenntnis geben. Ich habe doch davor ein Leben lang unter
euch verweilt. Habt ihr denn keinen Verstand? |
| 10:17 | Wer ist
denn ungerechter, als wer gegen Gott eine Lüge erdichtet oder seine
Zeichen für Lüge erklärt? Den Übeltätern wird es gewiß nicht wohl
ergehen. |
| 10:18 | Sie
verehren anstelle Gottes, was ihnen weder schadet noch nützt, und
sagen: »Das sind unsere Fürsprecher bei Gott.« Sprich: Wollt ihr denn
Gott etwas kundtun, was Er nicht kennt, weder in den Himmeln noch auf
der Erde? Preis sei Ihm, und erhaben ist Er über das, was sie (Ihm)
beigesellen. |
| 10:19 | Die
Menschen waren nur eine einzige Gemeinschaft. Dann wurden sie uneins.
Und gäbe es nicht einen früher ergangenen Spruch von deinem Herrn, so
wäre zwischen ihnen entschieden über das, worüber sie uneins sind. |
| 10:20 | Und sie
sagen: »Wenn doch auf ihn ein Zeichen von seinem Herrn herabgesandt
würde!« Sprich: Das Unsichtbare gehört Gott. So wartet ab. Ich bin mit
euch einer von denen, die abwarten. |
| 10:21 | Wenn Wir
die Menschen nach einem Leid, das sie traf, Barmherzigkeit kosten
lassen, schmieden sie gleich Ränke gegen unsere Zeichen. Sprich: Gott
kann noch schneller Ränke schmieden. Unsere Boten schreiben auf, was
ihr an Ränken schmiedet. |
| 10:22 | Er ist
es, der euch auf dem Festland und auf dem Meer reisen läßt. Wenn ihr
dann auf den Schiffen seid und diese mit ihnen bei einem guten Wind
dahinfahren und sie sich darüber freuen, dann kommt über sie ein
stürmischer Wind, die Wellen kommen über sie von überall her, und sie
meinen, daß sie rings umschlossen werden. Da rufen sie Gott an, wobei
sie Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion sind: »Wenn Du uns hieraus
rettest, werden wir zu den Dankbaren zählen.« |
| 10:23 | Aber wenn
Er sie gerettet hat, fangen sie gleich an, zu Unrecht gewalttätig auf
der Erde zu handeln. O ihr Menschen, eure Gewalttätigkeit gereicht doch
euch selbst zum Schaden. (Es ist doch nur) Nutznießung des diesseitigen
Lebens. Dann wird eure Rückkehr zu Uns sein, da werden Wir euch
kundtun, was ihr zu tun pflegtet. |
| 10:24 | Mit dem
diesseitigen Leben ist es wie mit dem Wasser, das Wir vom . Himmel
herabkommen lassen, worauf die Pflanzen der Erde, wie sie die Menschen
und das Vieh verzehren, sich damit vermengen. Wenn dann die Erde ihren
Prunk angenommen und sich geschmückt hat und ihre Bewohner meinen, sie
verfügen nun über sie, kommt unser Befehl über sie in der Nacht oder am
Tag, und Wir machen sie zum abgemähten Land, als ob sie am Tag zuvor
nicht in Blüte gestanden hätte. So legen Wir die Zeichen im einzelnen
dar für Leute, die nachdenken. |
| 10:25 | Gott, ruft zur Wohnstätte des Friedens, und Er leitet, wen Er will, zu einem geraden Weg. |
| 10:26 | Diejenigen,
die rechtschaffen sind, erhalten das Beste und noch mehr. Ihre
Gesichter werden weder Ruß noch Erniedrigung bedecken. Das sind die
Gefährten des Paradieses; darin werden sie ewig weilen. |
| 10:27 | Diejenigen,
die die bösen Taten erwerben, erhalten zur Vergeltung für eine (jede)
schlechte Tat das ihr Entsprechende, und Erniedrigung wird schwer auf
ihnen lasten - sie haben niemanden, der sie vor Gott schützen könnte -,
als wären ihre Gesichter von Fetzen einer finsteren Nacht bedeckt. Das
sind die Gefährten des Feuers; darin werden sie ewig weilen. |
| 10:28 | Und am
Tag, da Wir sie alle versammeln. Dann sprechen Wir zu denen, die
Polytheisten waren: »Bleibt an eurem Platz stehen, ihr und eure
Teilhaber.« Wir scheiden sie dann voneinander. Ihre Teilhaber sagen:
»Nicht uns habt ihr verehrt. |
| 10:29 | Gott genügt als Zeuge zwischen uns und euch. Wir haben eure Verehrung unbeachtet gelassen.« |
| 10:30 | Dort wird
jede Seele erfahren, was sie früher getan hat. Und sie werden zu Gott,
ihrem wahren Herrscher, zurückgebracht, und entschwunden ist ihnen
dann, was sie zu erdichten pflegten. |
| 10:31 | Sprich:
Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde, oder wer verfügt über
Gehör und Augenlicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten und
bringt das Tote aus dem Lebendigen hervor? Und wer regelt die
Angelegenheit? Sie werden sagen: »Gott.« Sprich: Wollt ihr denn nicht
gottesfürchtig sein? |
| 10:32 | Das ist
eben Gott, euer wahrer Herr. Was gibt es denn jenseits der Wahrheit als
den Irrtum? Wie leicht laßt ihr euch doch abbringen! |
| 10:33 | So ist der Spruch deines Herrn zu Recht gegen die, die freveln, fällig geworden, nämlich daß sie nicht glauben. |
| 10:34 | Sprich:
Gibt es unter euren Teilhabern einen, der die Schöpfung am Anfang macht
und sie dann wiederholt? Sprich: Gott macht die Schöpfung am Anfang und
wiederholt sie dann. Wie leicht laßt ihr euch doch abwenden! |
| 10:35 | Sprich:
Gibt es unter euren Teilhabern einen, der zur Wahrheit rechtleitet?
Sprich: Gott leitet zur Wahrheit recht. Hat der, der zur Wahrheit
rechtleitet, eher Anspruch auf Gefolgschaft, oder der, der nur dann die
Rechtleitung findet, wenn er selbst rechtgeleitet wird? Was ist mit
euch? Wie urteilt ihr denn? |
| 10:36 | Und die
meisten von ihnen folgen ja nur einer Vermutung. Die Vermutung aber
nützt in bezug auf die Wahrheit nichts. Gott weiß, was sie tun. |
| 10:37 | Dieser
Koran kann unmöglich ohne Gott erdichtet werden. Er ist vielmehr die
Bestätigung dessen, was vor ihm vorhanden war, und die ins einzelne
gehende Darlegung des Buches. Kein Zweifel an ihm ist möglich; er ist
vom Herrn der Welten. |
| 10:38 | Oder
sagen sie: »Er hat ihn erdichtet«? Sprich: Dann bringt eine Sure, die
ihm gleich ist, bei und ruft, wen ihr könnt, anstelle Gottes an, so ihr
die Wahrheit sagt. |
| 10:39 | Nein, sie
erklären für Lüge das, wovon sie kein umfassendes Wissen haben, und
bevor seine Deutung zu ihnen gekommen ist. So haben es auch diejenigen,
die vor ihnen lebten, für Lüge erklärt. So schau, wie das Ende "derer
war, die Unrecht taten. |
| 10:40 | Und unter
ihnen sind welche, die an ihn glauben, und unter ihnen sind welche, die
an ihn nicht glauben. Und dein Herr weiß besser über die Unheilstifter
Bescheid. |
| 10:41 | Und wenn
sie dich der Lüge zeihen, dann sprich: Mir kommt mein Tun zu und euch
euer Tun. Ihr seid unschuldig an dem, was ich tue; und ich bin
unschuldig an dem, was ihr tut. |
| 10:42 | Und unter ihnen sind welche, die dir zuhören. Bist du es etwa, der die Tauben hören läßt, auch wenn sie keinen Verstand haben? |
| 10:43 | Und unter ihnen sind welche, die zu dir hinschauen. Bist du es etwa, der die Blinden rechtleitet, auch wenn sie nicht sehen? |
| 10:44 | Gott tut den Menschen kein Unrecht. Vielmehr tun die Menschen sich selbst Unrecht. |
| 10:45 | Und am
Tag, da Er sie versammelt, als hätten sie nur eine Stunde vom Tag
verweilt, um einander kennenzulernen. Den Verlust haben diejenigen, die
die Begegnung mit Gott für Lüge erklärt haben und der Rechtleitung
nicht gefolgt sind. |
| 10:46 | Ob Wir
dich einen Teil dessen, was Wir ihnen androhen, sehen lassen oder dich
abberufen, zu Uns wird ihre Rückkehr sein. Dann ist Gott Zeuge über
das, was sie tun. |
| 10:47 | Und jede
Gemeinschaft hat einen Gesandten. Wenn ihr Gesandter zu ihnen kommt,
wird zwischen ihnen in Gerechtigkeit entschieden, und ihnen wird nicht
Unrecht getan. |
| 10:48 | Und sie sagen: »Wann wird diese Androhung eintreten, so ihr die Wahrheit sagt?« |
| 10:49 | Sprich:
Ich kann mir selbst weder Nutzen noch Schaden bringen, außer was Gott
will. Für jede Gemeinschaft ist eine Frist festgesetzt. Und wenn ihre
Frist kommt, können sie nicht einmal eine Stunde zurückbleiben oder
vorausgehen. |
| 10:50 | Sprich:
Was meint ihr? Wenn seine Pein bei Nacht oder bei Tag über euch kommt,
was werden die Übeltäter davon zu beschleunigen wünschen? |
| 10:51 | Werdet ihr, wenn sie hereinbricht, dann daran glauben? Wie? Erst jetzt? Und dabei habt ihr sie doch zu beschleunigen gewünscht. |
| 10:52 | Dann wird
zu denen, die Unrecht getan haben, gesprochen: »Kostet die ewige Pein.
Wird euch denn für etwas anderes vergolten als für das, was ihr
erworben habt?« |
| 10:53 | Und sie
erkundigen sich bei dir: »Ist es wahr?« Sprich: Ja, bei meinem Herrn,
es ist bestimmt wahr, und ihr könnt es nicht vereiteln. |
| 10:54 | Und würde
jeder, der Unrecht getan hat, das besitzen, was auf der Erde ist, er
würde sich damit loskaufen. Sie empfinden insgeheim Reue, wenn sie die
Pein sehen. Und zwischen ihnen wird in Gerechtigkeit entschieden, und
ihnen wird nicht Unrecht getan. |
| 10:55 | Siehe,
Gott gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Siehe, das
Versprechen Gottes ist wahr. Aber die meisten von ihnen wissen nicht
Bescheid. |
| 10:56 | Er macht lebendig und läßt sterben. Und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht. |
| 10:57 | O ihr
Menschen, zu euch ist nunmehr eine Ermahnung von eurem Herrn gekommen
und eine Heilung für euer Inneres, eine Rechtleitung und Barmherzigkeit
für die Gläubigen. |
| 10:58 | Sprich:
Über die Huld Gottes und über seine Barmherzigkeit, ja darüber sollen
sie sich freuen. Das ist besser als das, was sie zusammentragen. |
| 10:59 | Sprich:
Was meint ihr? Das, was Gott für euch an Lebensunterhalt herabgesandt
hat und was ihr in Verbotenes und Erlaubtes eingeteilt habt, - sprich:
Hat Gott es euch erlaubt, oder erdichtet ihr etwas gegen Gott? |
| 10:60 | Was wird
die Meinung derer, die gegen Gott Lügen erdichten, am Tag der
Auferstehung sein? Gott ist voller Huld gegen die Menschen. Aber die
meisten von ihnen sind nicht dankbar. |
| 10:61 | Du befaßt
dich mit keiner Angelegenheit, und du verliest darüber keinen Koran,
und ihr vollzieht keine Handlung, ohne daß Wir Zeugen über euch sind,
wenn ihr euch ausgiebig damit beschäftigt. Und es entgeht deinem Herrn
nicht das Gewicht eines Stäubchens, weder auf der Erde noch im Himmel.
Und es gibt nichts, was kleiner ist als dies oder größer, das nicht in
einem deutlichen Buch stünde. |
| 10:62 | Siehe, die Freunde Gottes haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein, |
| 10:63 | Sie, die glauben und gottesfürchtig sind. |
| 10:64 | Ihnen
gilt die frohe Botschaft im diesseitigen Leben und im Jenseits.
Unabänderlich sind die Worte Gottes. Das ist der großartige Erfolg. |
| 10:65 | Das, was sie sagen, soll dich nicht betrüben. Alle Macht gehört Gott. Er ist es, der alles hört und weiß. |
| 10:66 | Siehe,
Gott gehört, wer in den Himmeln und wer auf der Erde ist. Gewiß folgen
diejenigen, die anstelle Gottes Teilhaber anrufen, ja sie folgen nur
Vermutungen, und sie stellen nur Schätzungen an. |
| 10:67 | Er ist
es, der euch die Nacht gemacht hat, damit ihr in ihr ruht, und den Tag,
an dem man sehen kann. Darin sind Zeichen für Leute, die hören. |
| 10:68 | Sie
sagen: »Gott hat sich ein Kind genommen.« Preis sei Ihm! Er ist auf
niemanden angewiesen. Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf der
Erde ist. Ihr habt dafür keine Ermächtigung. Wollt ihr denn über Gott
sagen, was ihr nicht wißt? |
| 10:69 | Sprich: Denen, die gegen Gott Lügen erdichten, wird es nicht wohl ergehen. |
| 10:70 | (Sie
haben) auf der Erde eine Nutznießung, dann wird ihre Rückkehr zu Uns
sein. Dann lassen Wir sie die harte Pein kosten dafür, daß sie
ungläubig waren. |
| 10:71 | Und
verlies ihnen den Bericht über Noach, als er zu seinem Volk sagte: »O
mein Volk, wenn ihr schwer ertragen könnt, daß ich mich hinstelle und
euch mit den Zeichen Gottes ermahne, so vertraue ich auf Gott. Einigt
euch über eure Angelegenheit, ihr und eure Teilhaber, und euer
Entschluß soll für euch nicht unklar sein; dann führt ihn an mir aus
und gewährt mir keinen Aufschub. |
| 10:72 | Wenn ihr
euch abkehrt, so habe ich von euch keinen Lohn verlangt. Mein Lohn
obliegt Gott allein. Und mir ist befohlen worden, einer der
Gottergebenen zu sein.« |
| 10:73 | Sie
ziehen ihn aber der Lüge. Da erretteten Wir ihn und diejenigen, die mit
ihm waren, im Schiff. Und Wir machten sie zu aufeinanderfolgenden
Generationen und ließen die, die unsere Zeichen für Lüge erklärten,
ertrinken. So schau, wie das Ende derer war, die gewarnt worden sind. |
| 10:74 | Dann
schickten Wir nach ihm Gesandte zu ihrem (jeweiligen) Volk; sie kamen
mit den deutlichen Zeichen zu ihnen. Aber sie vermochten nicht, an das
zu glauben, was sie früher für Lüge erklärt hatten. So versiegeln Wir
die Herzen derer, die Übertretungen begehen. |
| 10:75 | Dann
schickten Wir nach ihnen Mose und Aaron mit unseren Zeichen zu Pharao
und seinen Vornehmen. Sie verhielten sich hochmütig und waren Übeltäter. |
| 10:76 | Als nun die Wahrheit von Uns zu ihnen kam, sagten sie: »Das ist ja eine offenkundige Zauberei.« |
| 10:77 | Mose
sagte: »Wie könnt ihr denn (das) von der Wahrheit sagen, nachdem sie zu
euch gekommen ist? Ist das etwa Zauberei? Den Zauberern wird es nicht
wohl ergehen.« |
| 10:78 | Sie
sagten: »Bist du zu uns gekommen, um uns von dem abzubringen, was wir
bei unseren Vätern vorgefunden haben, und damit die Oberhoheit auf der
Erde euch zufalle? Wir werden euch gewiß nicht glauben.« |
| 10:79 | Und der Pharao sagte: »Bringt mir jeden erfahrenen Zauberer.« |
| 10:80 | Als die Zauberer kamen, sagte Mose zu ihnen: »Werft, was ihr werfen wollt.« |
| 10:81 | Als sie
geworfen hatten, sagte Mose: »Was ihr vorgebracht habt, ist Zauberei.
Gott wird sie zunichte machen. Gott läßt das Tun der Unheilstifter
nicht als gut gelten. |
| 10:82 | Und Gott bestätigt die Wahrheit mit seinen Worten, auch wenn es den Übeltätern zuwider ist.« |
| 10:83 | Und dem
Mose glaubten nur junge Leute aus seinem Volk, dabei hatten sie Angst
vor dem Pharao und ihren Vornehmen, daß er sie der Versuchung aussetzen
würde. Der Pharao hatte ja hohe Gewalt im Land und war einer der
Maßlosen. |
| 10:84 | Und Mose sagte: »O mein Volk, wenn ihr an Gott glaubt, dann vertraut auf Ihn, so ihr gottergeben seid.« |
| 10:85 | Sie sagten: »Auf Gott vertrauen wir. Unser Herr, mach uns nicht zu einer Versuchung für die Leute, die Unrecht tun, |
| 10:86 | Und errette uns in deiner Barmherzigkeit von den ungläubigen Leuten.« |
| 10:87 | Und Wir
offenbarten dem Mose und seinem Bruder: »Weiset eurem Volk in Ägypten
Häuser zu und macht, daß eure Häuser einander gegenüberstehen, und
verrichtet das Gebet. Und verkünde den Gläubigen eine frohe Botschaft.« |
| 10:88 | Und Mose
sagte: »Unser Herr, du hast Pharao und seinen Vornehmen im diesseitigen
Leben Pracht und Vermögen zukommen lassen, unser Herr, damit sie (die
Leute) von deinem Weg abirren lassen. Unser Herr, wisch ihr Vermögen
aus und schnüre ihre Herzen fest, so daß sie nicht glauben, bis sie die
schmerzhafte Pein sehen.« |
| 10:89 | Er sprach: »Eure Bitte ist erhört. So verhaltet euch recht und folgt nicht dem Weg derer, die nicht Bescheid wissen.« |
| 10:90 | Und Wir
ließen die Kinder Israels das Meer überqueren. Da verfolgten sie der
Pharao und seine Truppen in Auflehnung und Übertretung. Als er am
Ertrinken war, sagte er: »Ich glaube, daß es keinen Gott gibt außer
dem, an den die Kinder Israels glauben. Und ich gehöre nun zu den
Gottergebenen.« |
| 10:91 | »Wie? Erst jetzt, wo du zuvor ungehorsam warst und zu den Unheilstiftern gehörtest ? |
| 10:92 | Heute
wollen Wir dich mit deinem Leib erretten, damit du für die, die nach
dir kommen, ein Zeichen seist.« Und viele von den Menschen lassen
unsere Zeichen unbeachtet. |
| 10:93 | Und Wir
haben den Kindern Israels einen wahrhaftigen Aufenthaltsort zugewiesen
und ihnen von den köstlichen Dingen beschert. Sie sind aber erst uneins
geworden, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war. Dein Herr wird am
Tag der Auferstehung zwischen ihnen über das entscheiden, worüber sie
uneins waren. |
| 10:94 | Wenn du
über das, was Wir zu dir hinabgesandt haben, im Zweifel bist, dann frag
diejenigen, die (bereits) vor dir das Buch lesen. Wahrlich, zu dir ist
die Wahrheit von deinem Herrn gekommen, so sei nicht einer von den
Zweiflern, |
| 10:95 | Und sei nicht einer von denen, die die Zeichen Gottes für Lüge erklärt haben, sonst wirst du zu den Verlierern gehören. |
| 10:96 | Diejenigen, gegen die der Spruch deines Herrn fällig geworden ist, glauben nicht, |
| 10:97 | Auch wenn jedes Zeichen zu ihnen käme, bis sie die schmerzhafte Pein sehen. |
| 10:98 | Wenn doch
(irgend)eine Stadt geglaubt hätte, so daß ihr Glaube ihr genützt hätte!
(Keine tat es), außer dem Volk des Jonas. Als diese geglaubt haben,
haben Wir die Pein der Schande im diesseitigen Leben von ihnen
aufgehoben und ihnen eine Nutznießung für eine Weile gewährt. |
| 10:99 | Wenn dein
Herr wollte, würden die, die auf der Erde sind, alle zusammen gläubig
werden. Bist du es etwa, der die Menschen zwingen kann, gläubig zu
werden? |
| 10:100 | Niemand kann glauben, es sei denn mit der Erlaubnis Gottes. Und Er legt Greuel auf diejenigen, die keinen Verstand haben. |
| 10:101 | Sprich:
Schaut, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Aber die Zeichen und
die Warnungen nützen den Leuten, die nicht glauben, nicht. |
| 10:102 | Erwarten
sie denn etwas anderes, als was den Tagen derer gleicht, die vor ihnen
dahingegangen sind? Sprich: Wartet nur ab, ich bin mit euch einer von
denen, die abwarten. |
| 10:103 | Dann
erretten Wir unsere Gesandten und die, die glauben. Ebenso - es ist
eine Uns obliegende Pflicht - erretten Wir die Gläubigen. |
| 10:104 | Sprich:
O ihr Menschen, wenn ihr über meine Religion im Zweifel seid, so diene
ich nicht denen, denen ihr anstelle Gottes dient, sondern ich diene
Gott, der euch abberuft. Und mir wurde befohlen, einer der Gläubigen zu
sein. |
| 10:105 | Und: Richte dein Gesicht auf die Religion als Anhänger des reinen Glaubens, und sei nicht einer der Polytheisten. |
| 10:106 | Und rufe nicht anstelle Gottes an, was dir weder nützt noch schadet. Wenn du es tust, dann gehörst du zu denen, die Unrecht tun. |
| 10:107 | Wenn
Gott dich mit einem Schaden trifft, dann kann niemand ihn beheben,
außer Ihm. Und wenn Er für dich etwas Gutes will, dann kann niemand
seine Huld zurückweisen. Er trifft damit, wen von seinen Dienern Er
will. Und Er ist voller Vergebung und barmherzig. |
| 10:108 | Sprich:
O ihr Menschen, zu euch ist die Wahrheit von eurem Herrn gekommen. Wer
der Rechtleitung folgt, folgt ihr zu seinem eigenen Vorteil. Und wer
irregeht, geht irre zu seinem eigenen Schaden. Und ich bin nicht euer
Sachwalter. |
| 10:109 | Und folge dem, was dir offenbart wird, und sei geduldig, bis Gott sein Urteil fällt. Er ist der Beste derer, die Urteile fällen. |