Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
| 16:1 | Der
Befehl Gottes ist eingetroffen, so wünscht nicht, ihn zu beschleunigen.
Preis sei Ihm, und erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen. |
| 16:2 | Er sendet
die Engel mit dem Geist von seinem Befehl herab, auf wen von seinen
Dienern Er will: »Warnt (und verkündet), daß es keinen Gott gibt außer
Mir. Ihr sollt Mich (allein) fürchten.« |
| 16:3 | Er hat die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen. Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen. |
| 16:4 | Den Menschen hat Er aus einem Tropfen erschaffen. Und doch ist er gleich offenkundig streitsüchtig. |
| 16:5 | Auch hat Er die Herdentiere erschaffen. An ihnen habt ihr Wärme und , allerlei Nutzen; und ihr könnt davon essen. |
| 16:6 | Und ihr habt an ihnen Schönes, wenn ihr (sie) abends eintreibt und wenn ihr (sie) morgens austreibt. |
| 16:7 | Und sie
tragen eure Lasten in ein Land, das ihr (sonst) nur mit größter Mühe
hättet erreichen können. Euer Herr hat ja Mitleid und ist barmherzig. |
| 16:8 | Und
(erschaffen hat Er) die Pferde, die Maultiere und die Esel, damit ihr
auf ihnen reitet, und auch (euch) zur Zierde. Und Er erschafft, was ihr
nicht wißt. |
| 16:9 | Gott
obliegt es, den richtigen Weg zu weisen. Es gibt ja welche, die
abweichen. Wenn Er gewollt hätte, hätte Er euch allesamt rechtgeleitet. |
| 16:10 | Er ist
es, der vom Himmel Wasser hat herabkommen lassen. Davon habt ihr etwas
zu trinken, und davon wachsen Sträucher, in denen ihr weiden lassen
könnt. |
| 16:11 | Er läßt
euch dadurch Getreide sprießen, und Ölbäume, Palmen, Weinstöcke und
allerlei Früchte. Darin ist ein Zeichen für Leute, die nachdenken. |
| 16:12 | Und Er
hat euch die Nacht und den Tag, die Sonne und den Mond dienstbar
gemacht. Auch die Sterne sind durch seinen Befehl dienstbar gemacht
worden. Darin sind Zeichen für Leute, die verständig sind. |
| 16:13 | Und (da
ist) auch, was Er euch auf der Erde in verschiedenen Arten geschaffen
hat. Darin ist ein Zeichen für Leute, die es bedenken. |
| 16:14 | Und Er
ist es, der euch das Meer dienstbar gemacht hat, damit ihr frisches
Fleisch daraus eßt und Schmuck aus ihm herausholt, um ihn anzulegen.
Und du siehst die Schiffe es durchspalten, ja, damit ihr nach etwas von
seiner Huld strebt, auf daß ihr dankbar werdet. |
| 16:15 | Und Er
hat auf der Erde festgegründete Berge gelegt, daß sie nicht mit euch
schwanke, und Flüsse und Wege - auf daß ihr der Rechtleitung folget - |
| 16:16 | Und Wegzeichen. Und mit Hilfe der Sterne finden sie die Richtung. |
| 16:17 | Ist denn der, der erschafft, wie der, der nicht erschafft? Wollt ihr es nicht bedenken? |
| 16:18 | Und wenn
ihr die Gnade Gottes aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht erfassen.
Wahrlich, Gott ist voller Vergebung und barmherzig. |
| 16:19 | Und Gott weiß, was ihr geheimhaltet und was ihr offenlegt. |
| 16:20 | Und diejenigen, die sie anstelle Gottes anrufen, erschaffen nichts; sie werden aber selbst erschaffen. |
| 16:21 | Tot sind sie, nicht lebendig, und sie merken nicht, wann sie erweckt werden. |
| 16:22 | Euer Gott
ist ein einziger Gott. Diejenigen, die nicht an das Jenseits glauben,
weisen es in ihren Herzen ab und zeigen sich hochmütig. |
| 16:23 | Wahrlich, Gott weiß, was sie geheimhalten und was sie offenlegen. Er liebt die nicht, die sich hochmütig zeigen. |
| 16:24 | Und wenn zu ihnen gesagt wird: »Was hat euer Herr herabgesandt?«, sagen sie: »Die Fabeln der Früheren.« |
| 16:25 | So sollen
sie am Tag der Auferstehung ihre Lasten vollständig tragen, und auch
einen Teil der Lasten derer, die sie ohne (richtiges) Wissen
irreleiten. O schlimm ist, was auf ihnen lastet! |
| 16:26 | Ränke
haben diejenigen, die vor ihnen lebten, geschmiedet. Da erfaßte Gott
ihren Bau an den Grundmauern, und die Decke über ihnen stürzte auf sie
herab, und die Pein kam über sie, von wo sie es nicht merkten. |
| 16:27 | Dann am
Tag der Auferstehung wird Er sie zuschanden machen und sagen: »Wo sind
meine Teilhaber, derentwegen ihr euch widersetztet?« Diejenigen, denen
das Wissen zugekommen ist, sagen: »Schande und Unheil kommen heute über
die Ungläubigen«, |
| 16:28 | Die von
den Engeln abberufen werden, während sie sich selbst Unrecht getan
haben. Sie bieten den Frieden an: »Wir pflegten nichts Böses zu tun.« -
»Doch, Gott weiß Bescheid über das, was ihr zu tun pflegtet. |
| 16:29 | Betretet nun die Tore der Hölle; darin werdet ihr ewig weilen. Schlimm ist ja die Bleibe der Hochmütigen.« |
| 16:30 | Zu denen,
die gottesfürchtig sind, wird gesagt: »Was hat euer Herr herabgesandt?«
Sie sagen: »Gutes.« Diejenigen, die rechtschaffen sind, erhalten hier
im Diesseits Gutes. Aber die Wohnstätte des Jenseits ist gewiß besser.
Vorzüglich ist die Wohnstätte der Gottesfürchtigen: |
| 16:31 | Die
Gärten von Eden, in die sie eingehen, unter denen Bäche fließen und in
denen sie (alles) haben, was sie wollen. So entlohnt Gott die
Gottesfürchtigen, |
| 16:32 | Die die
Engel abberufen, während sie gute (Menschen) gewesen sind. Sie sagen:
»Friede sei über euch! Geht ins Paradies ein für das, was ihr zu tun
pflegtet.« |
| 16:33 | Erwarten
Sie denn etwas anderes, als daß die Engel zu ihnen kommen, oder daß der
Befehl deines Herrn eintrifft? So handelten auch diejenigen, die vor
ihnen lebten. Und nicht Gott hat ihnen Unrecht getan, sondern sie haben
sich selbst Unrecht getan. |
| 16:34 | Getroffen haben sie (schließlich) die bösen Taten, die sie begangen haben, und umschlossen hat sie das, worüber sie spotteten. |
| 16:35 | Diejenigen,
die Polytheisten sind, sagen: »Wenn Gott gewollt hätte, hätten wir
nichts an seiner Stelle verehrt, weder wir noch unsere Väter, und wir
hätten nichts an seiner Stelle verboten.« So handelten auch diejenigen,
die vor ihnen lebten. Obliegt denn dem Gesandten etwas anderes als die
deutliche Ausrichtung (der Botschaft)? |
| 16:36 | Und Wir
haben aus der Mitte jeder Gemeinschaft einen Gesandten erstehen lassen:
»Dienet Gott und meidet die Götzen.« Unter ihnen sind welche, die Gott
rechtgeleitet hat, und unter ihnen sind welche, über die der Irrtum zu
Recht fällig geworden ist. Geht auf der Erde umher und schaut, wie das
Ende derer war, die (die Gesandten) der Lüge geziehen haben. |
| 16:37 | Du magst
dich noch so sehr bemühen, sie rechtzuleiten, Gott leitet nicht recht,
wen Er (nun) irreführt. Und sie werden keinen Helfer haben. |
| 16:38 | Sie
schwören bei Gott ihren eifrigsten Eid, Gott werde die nicht
auferwecken, die sterben. Doch, das ist ein Ihm obliegendes Versprechen
in Wahrheit - aber die meisten Menschen wissen nicht Bescheid -, |
| 16:39 | Damit Er
ihnen das deutlich macht, worüber sie uneins sind, und damit
diejenigen, die ungläubig sind, wissen, daß sie Lügner waren. |
| 16:40 | Unsere Rede zu einer Sache, wenn Wir sie wollen, ist, zu ihr zu sprechen: Sei!, und sie ist. |
| 16:41 | Und die,
die um Gottes willen ausgewandert sind, nachdem ihnen Unrecht getan
wurde, werden Wir gewiß im Diesseits in einen schönen Stand einweisen.
Aber der Lohn des Jenseits ist gewiß größer, wenn sie es nur wüßten! |
| 16:42 | (Sie), die geduldig sind und auf ihren Herrn vertrauen. |
| 16:43 | Und Wir
haben vor dir nur Männer gesandt, denen Wir Offenbarungen eingegeben
haben. So fragt die Besitzer der Ermahnung, wenn ihr nicht Bescheid
wißt. |
| 16:44 | (Wir
haben sie gesandt) mit den deutlichen Zeichen und den Schriften. Und
Wir haben zu dir die Ermahnung herabgesandt, damit du den Menschen
deutlich machst, was zu ihnen herabgesandt worden ist, und damit sie
vielleicht nachdenken. |
| 16:45 | Wähnen
sich denn diejenigen, die böse Ränke schmieden, in Sicherheit davor,
daß Gott die Erde mit ihnen versinken läßt, oder daß die Pein über sie
kommt, von wo sie es nicht merken, |
| 16:46 | Oder daß Er sie in ihrem Umherziehen ergreift - und sie können es nicht vereiteln -, |
| 16:47 | Oder daß Er sie ergreift, während sie Angst haben? Euer Herr hat Mitleid und ist barmherzig. |
| 16:48 | Haben sie
nicht auf die Dinge geschaut, die Gott erschaffen hat? Ihre Schatten
wenden sich rechts und links, und sie werfen sich demütig vor Gott
nieder. |
| 16:49 | Vor Gott
wirft sich nieder, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, ob
Tiere oder Engel, und sie verhalten sich nicht hochmütig. |
| 16:50 | Sie fürchten ihren Herrn, der über ihnen steht, und sie tun, was ihnen befohlen wird. |
| 16:51 | Und Gott hat gesprochen: Nehmt euch nicht zwei Götter. Er ist nur ein einziger Gott. Vor Mir sollt ihr Ehrfurcht haben. |
| 16:52 | Ihm
gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Und Ihm gehört die
religiöse Verehrung in ständiger Weise. Wollt ihr denn einen anderen
als Gott fürchten? |
| 16:53 | Was ihr an Gnade erfahrt, ist von Gott. Wenn euch dann ein Schaden trifft, so schreit ihr zu Ihm um Hilfe. |
| 16:54 | Wenn Er dann euch den Schaden behoben hat, da ist gleich ein Teil von euch dabei, ihrem Herrn (andere) beizugesellen, |
| 16:55 | Um undankbar zu sein für das, was Wir ihnen zukommen ließen. So genießet nur. Ihr werdet es noch zu wissen bekommen. |
| 16:56 | Und sie
bestimmen für das, von dem sie kein Wissen haben, einen Anteil von dem,
was Wir ihnen beschert haben. Bei Gott, ihr werdet zu verantworten
haben, was ihr zu erdichten pflegtet. |
| 16:57 | Und sie geben Gott Töchter - Preis sei Ihm! - und sich selbst, was sie begehren. |
| 16:58 | Wenn
einer von ihnen von der Geburt eines Mädchens benachrichtigt wird,
bleibt sein Gesicht finster, und er unterdrückt (seinen Groll). |
| 16:59 | Er
verbirgt sich vor den Leuten wegen der schlimmen Nachricht. Solle er es
nun trotz der Schmach behalten oder es im Boden verscharren. Übel ist,
wie sie da urteilen. |
| 16:60 | Diejenigen,
die an das Jenseits nicht glauben, besitzen die Eigenschaft des Bösen.
Gott besitzt die höchste Eigenschaft, und er ist der Mächtige, der
Weise. |
| 16:61 | Wenn Gott
die Menschen für ihre Ungerechtigkeit belangen wollte, würde Er auf ihr
kein Tier übriglassen. Aber Er stellt sie auf eine festgesetzte Frist
zurück. Und wenn ihre Frist eintrifft, können sie nicht einmal eine
Stunde zurückbleiben oder vorausgehen. |
| 16:62 | Und sie
geben Gott, was sie verabscheuen. Und ihre Zungen behaupten lügnerisch,
daß für sie das Beste bestimmt ist. Kein Zweifel, daß für sie das Feuer
bestimmt ist und daß sie zuerst hineingestürzt werden. |
| 16:63 | Bei Gott,
Wir haben (Propheten) zu Gemeinschaften vor dir gesandt. Da machte
ihnen der Satan ihre Taten verlockend. So ist er heute ihr Freund, und
bestimmt ist für sie eine schmerzhafte Pein. |
| 16:64 | Und Wir
haben auf dich das Buch nur deswegen hinabgesandt, damit du ihnen das
deutlich machst, worüber sie uneins waren, und als Rechtleitung und
Barmherzigkeit für Leute, die glauben. |
| 16:65 | Und Gott
hat vom Himmel Wasser herabkommen lassen und mit ihm die Erde nach
ihrem Absterben wieder belebt. Darin ist ein Zeichen für Leute, die
hören können. |
| 16:66 | Einen
Grund zum Nachdenken habt ihr in den Herdentieren. Wir geben euch von
dem, was in ihrem Leib zwischen Kot und Blut ist, zu trinken, reine
Milch, bekömmlich für die, die (sie) trinken. |
| 16:67 | Und (Wir
geben euch) von den Früchten der Palmen und der Weinstöcke, woraus ihr
euch Rauschgetränk und einen schönen Lebensunterhalt nehmt. Darin ist
ein Zeichen für Leute, die verständig sind. |
| 16:68 | Und dein Herr hat der Biene eingegeben: »Nimm dir Häuser in den Bergen, in den Bäumen und in den Spalieren. |
| 16:69 | Dann iß
von allen Früchten, wandle auf den Wegen deines Herrn, die (dir) leicht
gemacht sind.« Aus ihren Leibern kommt ein Trank von verschiedenen
Arten, in dem Heilung für die Menschen ist. Darin ist ein Zeichen für
Leute, die nachdenken. |
| 16:70 | Und Gott
hat euch erschaffen, dann beruft Er euch ab. Und manch einer von euch
wird in das schlimmste Alter gebracht, so daß er nach (vorherigem)
Wissen nun nichts (mehr) weiß. Gott weiß Bescheid und ist mächtig. |
| 16:71 | Und Gott
hat einige von euch im Lebensunterhalt vor den anderen bevorzugt. Doch
geben diejenigen, die bevorzugt werden, ihren Lebensunterhalt nicht an
die zurück, die ihre rechte Hand besitzt, so daß sie alle darin gleich
werden. Wollen sie denn die Gnade Gottes leugnen ? |
| 16:72 | Und Gott
hat euch aus euch selbst Gattinnen gemacht, und von euren Gattinnen
Söhne und Enkel gemacht. Und Er hat euch (einiges) von den köstlichen
Dingen beschert. Wollen sie denn an das Falsche glauben und die Gnade
Gottes verleugnen, |
| 16:73 | Und denen
anstelle Gottes dienen, die ihnen keinen Lebensunterhalt von den
Himmeln und der Erde bescheren können und (sonst) nichts vermögen? |
| 16:74 | So führt für Gott keine Gleichnisse an. Gott weiß, ihr aber wißt nicht Bescheid. |
| 16:75 | Gott
führt als Gleichnis einen leibeigenen Sklaven an, der über nichts
Gewalt hat, und einen, dem Wir von uns her einen schönen
Lebensunterhalt beschert haben, so daß er davon geheim und offen
spendet. Sind sie etwa gleich? Lob sei Gott! Aber die meisten von ihnen
wissen nicht Bescheid. |
| 16:76 | Und Gott
führt als Gleichnis zwei Männer an. Der eine ist stumm und hat über
nichts Gewalt; er ist seinem Herrn eine Last; wo er ihn auch
hinschickt, bringt er nichts Gutes. Ist er etwa dem gleich, der die
Gerechtigkeit gebietet, wobei er einem geraden Weg folgt ? |
| 16:77 | Und Gott
gehört das Unsichtbare der Himmel und der Erde. Und die Angelegenheit
der Stunde ist nur wie ein Augenblick, oder sie ist noch näher. Gott
hat Macht zu allen Dingen. |
| 16:78 | Und Gott
hat euch aus dem Leib eurer Mütter hervorgebracht, während ihr nichts
wußtet. Und Er hat euch Gehör, Augenlicht und Herz gegeben, auf daß ihr
dankbar seid. |
| 16:79 | Haben sie
nicht auf die Vögel geschaut, die im Luftraum des Himmels dienstbar
gemacht worden sind? Nur Gott hält sie oben. Darin sind Zeichen für
Leute, die glauben. |
| 16:80 | Und Gott
hat euch aus euren Häusern eine Ruhestätte gemacht, und Er hat euch aus
den Häuten des Viehs Behausungen gemacht, die ihr am Tag eures
Aufbrechens und am Tag eures Aufenthaltes leicht benutzen könnt, und
aus ihrer Wolle, ihren Fellhärchen und ihrem Haar Ausstattung und
Nutznießung für eine Weile. |
| 16:81 | Und Gott
hat euch aus dem, was Er erschaffen hat, schattenspendende Dinge
gemacht. Und Er hat euch aus den Bergen Verstecke gemacht. Und Er hat
euch Gewänder gemacht, die euch vor der Hitze schützen, und Gewänder,
die euch vor eurer Schlagkraft (gegeneinander) schützen. So vollendet
Er seine Gnade an euch, auf daß ihr gottergeben seid. |
| 16:82 | Wenn sie sich abkehren, so obliegt dir nur die deutliche Ausrichtung (der Botschaft). |
| 16:83 | Sie kennen die Gnade Gottes, und dann verwerfen sie sie. Die meisten von ihnen sind ja Ungläubige. |
| 16:84 | Und am
Tag, da Wir von jeder Gemeinschaft einen Zeugen erwecken. Dann wird
denen, die ungläubig sind, keine Erlaubnis gegeben, und es wird von
ihnen keine entschuldigende Umkehr (mehr) angenommen. |
| 16:85 | Und wenn diejenigen, die Unrecht taten, die Pein sehen, dann wird ihnen weder Erleichterung noch Aufschub gewährt. |
| 16:86 | Und wenn
diejenigen, die Polytheisten waren, ihre Teilhaber sehen, sagen sie:
»Unser Herr, das sind unsere Teilhaber, die wir an deiner Stelle
anzurufen pflegten.« Sie aber richteten an sie das Wort: »Ihr seid ja
Lügner.« |
| 16:87 | Sie bieten Gott an jenem Tag Ergebenheit an, und entschwunden ist ihnen, was sie zu erdichten pflegten. |
| 16:88 | Diejenigen,
die ungläubig sind und vom Weg Gottes abweisen, lassen Wir eine noch
größere Pein über ihre Pein erleiden dafür, daß sie Unheil stifteten. |
| 16:89 | Und am
Tag, da Wir in jeder Gemeinschaft aus ihren eigenen Reihen einen Zeugen
über sie erwecken. Dich bringen Wir zum Zeugen über diese da. Und Wir
haben das Buch auf dich hinabgesandt, um alles deutlich zu machen, und
als Rechtleitung, Barmherzigkeit und Frohbotschaft für die
Gottergebenen. |
| 16:90 | Gott
gebietet, Gerechtigkeit zu üben, Gutes zu tun und die Verwandten zu
beschenken. Er verbietet das Schändliche, das Verwerfliche und die
Gewalttätigkeit. Er ermahnt euch, auf daß ihr es bedenket. |
| 16:91 | Und
haltet den Bund Gottes, wenn ihr einen Bund geschlossen habt, und
brecht nicht die Eide nach ihrer Bekräftigung, wo ihr Gott zum Bürgen
über euch gemacht habt. Gott weiß, was ihr tut. |
| 16:92 | Und seid
nicht wie jene, die ihr Garn, nachdem es fest gesponnen war, wieder in
aufgelöste Strähnen bricht, indem ihr eure Eide untereinander als
Mittel des Betrugs nehmt, weil ja eine Gemeinschaft zahlreicher ist als
eine andere Gemeinschaft. Gott prüft euch damit. Und Er wird euch am
Tag der Auferstehung gewiß das deutlich machen, worüber ihr uneins
wäret. |
| 16:93 | Und wenn
Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft
gemacht. Aber Er führt irre, wen Er will, und Er leitet recht, wen Er
will, und ihr werdet das zu verantworten haben, was ihr zu tun pflegtet. |
| 16:94 | Und nehmt
euch nicht eure Eide als Mittel des Betrugs untereinander, sonst könnte
der eine Fuß, nachdem er fest gestanden hat, straucheln, und ihr würdet
Böses erleiden dafür, daß ihr vom Weg Gottes abgewiesen habt. Bestimmt
ist dann für euch eine gewaltige Pein. |
| 16:95 | Und verkauft den Bund Gottes nicht für einen geringen Preis. Was bei Gott ist, ist besser für euch, wenn ihr Bescheid wißt. |
| 16:96 | Was bei
euch ist, geht zu Ende; was bei Gott ist, hat Bestand. Wir werden
bestimmt denen, die geduldig sind, mit ihrem Lohn vergelten für das
Beste von dem, was sie taten. |
| 16:97 | Wer Gutes
tut, ob Mann oder Weib, und dabei gläubig ist, den werden Wir bestimmt
ein angenehmes Leben leben lassen. Und Wir werden ihnen bestimmt mit
ihrem Lohn vergelten für das Beste von dem, was sie taten. |
| 16:98 | Und so du den Koran verliest, suche Zuflucht bei Gott vor dem gesteinigten Satan. |
| 16:99 | Er hat keine Macht über diejenigen, die glauben und auf ihren Herrn vertrauen. |
| 16:100 | Er hat Macht nur über diejenigen, die ihn zum Freund nehmen und die Ihm (andere) beigesellen. |
| 16:101 | Und wenn
Wir ein Zeichen anstelle eines (anderen) Zeichens eintauschen - und
Gott weiß besser, was Er herabsendet -, sagen sie: »(Das) erdichtest du
nur.« Aber nein, die meisten von ihnen wissen nicht Bescheid. |
| 16:102 | Sprich:
Herabgesandt hat ihn der Geist der Heiligkeit von deinem Herrn mit der
Wahrheit, um diejenigen, die glauben, zu festigen, und als Rechtleitung
und Frohbotschaft für die Gottergebenen. |
| 16:103 | Und wir
wissen ja doch, daß sie sagen: »Es lehrt ihn gewiß ein Mensch.« Die
Sprache dessen, auf den sie hinweisen, ist eine fremde, und dies hier
ist eine deutliche arabische Sprache. |
| 16:104 | Diejenigen, die nicht an die Zeichen Gottes glauben, leitet Gott nicht recht, und bestimmt ist für sie eine schmerzhafte Pein. |
| 16:105 | Lügen erdichten nur diejenigen, die nicht an die Zeichen Gottes glauben. Das sind die (wahren) Lügner. |
| 16:106 | Wer Gott
verleugnet, nachdem er gläubig war - außer dem, der gezwungen wird,
während sein Herz im Glauben Ruhe gefunden hat -, nein, diejenigen, die
ihre Brust dem Unglauben öffnen, über die kommt ein Zorn von Gott, und
bestimmt ist für sie eine gewaltige Pein. |
| 16:107 | Dies, weil sie das diesseitige Leben mehr lieben als das Jenseits und weil Gott die ungläubigen Leute nicht rechtleitet. |
| 16:108 | Das sind diejenigen, deren Herz, Gehör und Augenlicht Gott versiegelt hat. Und das sind die, die alles unbeachtet lassen. |
| 16:109 | Zweifellos sind sie im Jenseits die Verlierer. |
| 16:110 | Dein
Herr ist zu denen, die (doch) ausgewandert sind, nachdem sie der
Versuchung ausgesetzt wurden, und sich dann eingesetzt haben und
standhaft gewesen sind - ja, dein Herr ist nach diesem (zu ihnen)
voller Vergebung und barmherzig. |
| 16:111 | Am Tag,
da jede Seele kommt, um für sich selbst zu streiten, und da jeder Seele
voll erstattet wird, was sie getan hat. Und ihnen wird kein Unrecht
getan. |
| 16:112 | Gott
führt als Gleichnis eine Stadt an, die in Sicherheit und Ruhe lebte.
Ihr Lebensunterhalt kam zu ihr reichlich von überall her. Da wurde sie
gegenüber den Wohltaten Gottes undankbar. So ließ sie Gott das Kleid
des Hungers und der Angst erleiden für das, was sie machten. |
| 16:113 | Ein Gesandter aus ihrer Mitte kam doch zu ihnen. Sie ziehen ihn der Lüge. So ergriff sie die Pein, während sie Unrecht taten. |
| 16:114 | Eßt nun
von dem, was Gott euch beschert hat, so es erlaubt und köstlich ist.
Und seid dankbar für die Gnade Gottes, so ihr wirklich Ihm dient. |
| 16:115 | Verboten
hat Er euch Verendetes, Blut, Schweinefleisch und das, worüber ein
anderer als Gott angerufen worden ist. Wenn aber einer gezwungen wird,
wobei er weder Auflehnung noch Übertretung begeht, so ist Gott voller
Vergebung und barmherzig. |
| 16:116 | Und sagt
nicht von dem, was eure Zungen lügnerisch behaupten: »Dies ist erlaubt,
und dies ist verboten«, um gegen Gott Lügen zu erdichten. Denen, die
gegen Gott Lügen erdichten, wird es nicht wohl ergehen. |
| 16:117 | Es ist nur eine geringe Nutznießung. Und bestimmt ist für sie eine schmerzhafte Pein. |
| 16:118 | Und
denen, die Juden sind, haben Wir das verboten, worüber Wir dir zuvor
berichtet haben. Und nicht Wir taten ihnen Unrecht, sondern sie selbst
haben sich Unrecht getan. |
| 16:119 | Dein
Herr ist zu denen, die aus Unwissenheit Böses tun, aber danach umkehren
und Besserung zeigen - ja, dein Herr ist danach (zu ihnen) voller
Vergebung und barmherzig. |
| 16:120 | Abraham war ein Vorbild, Gott demütig ergeben und Anhänger des reinen Glaubens, und er gehörte nicht zu den Polytheisten; |
| 16:121 | Dankbar (war er) für seine Wohltaten. Er hat ihn erwählt und zu einem geraden Weg geleitet. |
| 16:122 | Und Wir haben ihm im Diesseits Gutes zukommen lassen. Und im Jenseits gehört er gewiß zu den Rechtschaffenen. |
| 16:123 | Und Wir
haben dir offenbart: »Folge der Glaubensrichtung Abrahams, als Anhänger
des reinen Glaubens, und er gehörte nicht zu den Polytheisten.« |
| 16:124 | Und der
Sabbat ist denen auferlegt worden, die über ihn uneins waren. Dein Herr
wird bestimmt am Tag der Auferstehung zwischen ihnen über das urteilen,
worüber sie uneins waren. |
| 16:125 | Ruf zum
Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und streite mit
ihnen auf die beste Art. Dein Herr weiß besser, wer von seinem Weg
abirrt, und Er weiß besser, wer die sind, die der Rechtleitung folgten. |
| 16:126 | Und wenn
ihr bestraft, so bestraft im gleichen Maße, wie ihr bestraft wurdet.
Und wenn ihr euch geduldig zeigt, so ist es besser für die Geduldigen. |
| 16:127 | Sei
geduldig. Deine Geduld ist nur durch Gott möglich. Sei nicht betrübt
über sie, und sei nicht in Bedrängnis wegen der Ränke, die sie
schmieden. |
| 16:128 | Und Gott ist mit denen, die (Ihn) fürchten und die rechtschaffen sind. |