Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
| 18:1 | Lob sei Gott, der das Buch auf seinen Diener herabgesandt und daran nichts Krummes gemacht hat, |
| 18:2 | (ein
Buch,) das richtig ist, damit er vor einem harten Schlag von Ihm her
warne und den Gläubigen, die die guten Werke tun, verkünde, daß für sie
ein schöner Lohn bestimmt ist - |
| 18:3 | Darin werden sie ewig verbleiben -, |
| 18:4 | Und damit er diejenigen warne, die sagen: »Gott hat sich ein Kind genommen.« |
| 18:5 | Sie haben
kein (richtiges) Wissen davon, und auch nicht (früher) ihre Väter. Es
ist ein ungeheuerliches Wort, das aus ihrem Munde herauskommt. Nichts
als Lüge sagen sie da. |
| 18:6 | Vielleicht
magst du, wenn sie an diese Botschaft nicht glauben, aus Gram noch dich
selbst umbringen, nachdem sie sich abgewandt haben. |
| 18:7 | Wir haben
das, was auf der Erde ist, zu einem Schmuck für sie gemacht, um sie zu
prüfen (und festzustellen), wer von ihnen am besten handelt. |
| 18:8 | Und Wir werden gewiß das, was auf ihr ist, zu einem dürren Boden machen. |
| 18:9 | Oder meinst du, daß die Leute der Höhle und der Inschrift ein (besonderes) Wunder unter unseren Zeichen sind? |
| 18:10 | Als die
Jünglinge in der Höhle Unterkunft suchten und sagten: »Unser Herr, laß
uns Barmherzigkeit von Dir zukommen und bereite uns aus unserer
Angelegenheit einen guten Ausweg.« |
| 18:11 | Da schlugen Wir in der Höhle auf ihre Ohren für eine Anzahl von Jahren. |
| 18:12 | Dann erweckten Wir sie, um zu erfahren, welche von den beiden Parteien die Dauer ihres Verbleibens am richtigsten erfaßt hat. |
| 18:13 | Wir
erzählen dir ihre Geschichte in Wahrheit. Sie waren Jünglinge, die an
ihren Herrn glaubten und denen Wir noch mehr Rechtleitung schenkten. |
| 18:14 | Und Wir
festigten ihre Herzen, als sie aufstanden und sagten: »Unser Herr ist
der Herr der Himmel und der Erde. Wir werden niemals außer Ihm einen
(anderen) Gott anrufen, sonst würden wir etwas Abwegiges sagen. |
| 18:15 | Diese
unsere Volksgenossen haben sich an seiner Stelle Götter genommen.
Würden sie doch für sie eine offenkundige Ermächtigung bringen! Wer ist
denn ungerechter als der, der gegen Gott eine Lüge erdichtet? |
| 18:16 | Und so
ihr euch von ihnen und von dem, was sie außer Gott anbeten, absetzt,
dann sucht Unterkunft in der Höhle, so wird euer Herr über euch einiges
von seiner Barmherzigkeit ausbreiten und euch in eurer Angelegenheit
eine milde Behandlung bereiten.« |
| 18:17 | Und du
siehst die Sonne, wenn sie aufgeht, sich von ihrer Höhle zur Rechten
wegneigen, und wenn sie untergeht, an ihnen zur Linken vorbeigehen,
während sie sich darin in einem Raum befinden. Das gehört zu den
Zeichen Gottes. Wen Gott rechtleitet, der ist es, der der Rechtleitung
folgt, und wen Er irreführt, für den wirst du keinen Freund finden, der
ihn den rechten Weg weisen könnte. |
| 18:18 | Und du
meinst, sie seien wach, obwohl sie schlafen. Und Wir drehen sie nach
rechts und nach links um. Und ihr Hund streckt seine Vorderbeine im
Vorraum aus. Würdest du sie erblicken, du würdest vor ihnen zur Flucht
kehrtmachen und du würdest vor ihnen mit Schrecken erfüllt sein. |
| 18:19 | Und so
erweckten Wir sie, damit sie sich untereinander fragten. Ein Sprecher
unter ihnen sagte: »Wie lange habt ihr verweilt?« Sie sagten: »Verweilt
haben wir einen Tag oder einen Teil von einem Tag.« Sie sagten: »Euer
Herr weiß besser, wie lange ihr verweilt habt. So schickt einen von
euch mit diesen euren Silbermünzen in die Stadt; er soll sehen, welche
ihrer Speisen am reinsten ist, und euch davon eine Versorgung bringen.
Er soll behutsam sein und niemanden etwas von euch merken lassen. |
| 18:20 | Denn wenn
sie von euch erfahren, werden sie euch steinigen oder euch zur Rückkehr
zu ihrer Glaubensrichtung zwingen; dann wird es euch nie mehr wohl
ergehen.« |
| 18:21 | Auf diese
Weise ließen Wir (die Menschen) sie doch entdecken, damit sie wissen,
daß das Versprechen Gottes wahr ist und daß an der Stunde kein Zweifel
möglich ist. Als sie untereinander über ihre Angelegenheit stritten, da
sagten sie: »Baut über ihnen ein Gebäude.« Ihr Herr weiß besser über
sie Bescheid. Diejenigen, die in ihrer Angelegenheit überlegen waren,
sagten: »Wir werden uns über ihnen eine Anbetungsstätte einrichten.« |
| 18:22 | Manche
werden sagen: »Es sind drei, und ihr Hund ist der vierte von ihnen.«
Und manche sagen: »Fünf sind sie, und der sechste von ihnen ist ihr
Hund.« - Ein Herumraten in bezug auf das Unsichtbare. Und manche sagen:
»Sieben, und der achte von ihnen ist ihr Hund.« Sprich: Mein Herr weiß
besser über ihre Zahl Bescheid. Und nur wenige wissen über sie
Bescheid. Darum streite über sie nur aufgrund eines offensichtlichen
Beweises, und frage niemanden von ihnen um Auskunft über sie. |
| 18:23 | Und sag nicht von einer Sache: »Ich werde dies morgen tun«, |
| 18:24 | Es sei
denn (du fügst hinzu): »So Gott will.« Und gedenke deines Herrn, wenn
du es vergessen hast, und sag: »Mein Herr möge mich zu etwas
rechtleiten, was der richtigen Handlungsweise eher entspricht als dies!« |
| 18:25 | Und sie verweilten in ihrer Höhle dreihundert Jahre und noch neun dazu. |
| 18:26 | Sprich:
Gott weiß besser, wie lange sie verweilt haben. Ihm gehört das
Unsichtbare der Himmel und der Erde. Wie vorzüglich sieht Er, und wie
vorzüglich hört Er! Sie haben außer Ihm keinen Freund. Und Er beteiligt
niemanden an seiner Urteilsgewalt. |
| 18:27 | Und
verlies, was dir vom Buch deines Herrn offenbart worden ist. Niemand
wird seine Worte abändern können. Und du wirst außer Ihm keine Zuflucht
finden. |
| 18:28 | Und halte
dich geduldig zurück zusammen mit denen, die morgens und abends ihren
Herrn anrufen, in der Suche nach seinem Antlitz. Und deine Augen sollen
nicht über sie hinwegsehen, indem du nach dem Schmuck des diesseitigen
Lebens trachtest. Und gehorche nicht dem, dessen Herz Wir unserem
Gedenken gegenüber achtlos gemacht haben, der seiner Neigung folgt und
dessen Angelegenheit sich durch Maßlosigkeit auszeichnet. |
| 18:29 | Und
sprich: Es ist die Wahrheit von eurem Herrn. Wer nun will, möge
glauben, und wer will, möge ungläubig sein. Wir haben denen, die
Unrecht tun, ein Feuer bereitet, dessen Zeltdecke sie umschließt. Und
wenn sie um Hilfe rufen, wird ihnen mit Wasser gleich geschmolzenem Erz
geholfen, das die Gesichter verbrennt. Welch schlimmer Trank und welch
schlechter Lagerplatz! |
| 18:30 | Diejenigen,
die glauben und die guten Werke tun - siehe, Wir lassen den Lohn derer,
die in ihrem Handeln rechtschaffen sind, nicht verlorengehen. |
| 18:31 | Jene sind
es, für die die Gärten von Eden bestimmt sind. Unter ihnen fließen
Bäche. Geschmückt sind sie darin mit Armringen aus Gold, und sie tragen
grüne Gewänder aus Seide und Brokat, indem sie sich darin auf Liegen
lehnen. Wie vorzüglich ist der Lohn und wie schön der Lagerplatz! |
| 18:32 | Und führe
ihnen als Gleichnis zwei Männer an. Dem einen von ihnen gaben Wir zwei
Gärten mit Weinstöcken, und Wir umgaben sie mit Palmen und legten
dazwischen Saatfelder an. |
| 18:33 | Heide Gärten brachten ihren Ernteertrag und ließen nichts davon fehlen. Und dazwischen ließen Wir einen Bach hervorbrechen. |
| 18:34 | Er
erhielt (daraus) Früchte. Da sagte er zu seinem Gefährten, während er
sich mit ihm unterhielt: »Ich habe mehr Vermögen als du und auch eine
stärkere Schar.« |
| 18:35 | Und er
betrat seinen Garten, indem er sich selbst Unrecht tat. Er sagte: »Ich
glaube nicht, daß dieser (Garten) jemals verschwinden wird, |
| 18:36 | Und ich
glaube nicht, daß die Stunde heraufkommen wird. Und wenn ich zu meinem
Herrn zurückgebracht werde, werde ich sicher als Rückzugsort etwas
Besseres als ihn finden.« |
| 18:37 | Sein
Gefährte sagte zu ihm, während er sich mit ihm unterhielt: »Willst du
denn den verleugnen, der dich aus Erde, dann aus einem Tropfen
erschaffen und dann dich zu einem Mann gebildet hat? |
| 18:38 | Aber, was mich betrifft: Er, Gott, ist mein Herr, und ich geselle meinem Herrn niemanden bei. |
| 18:39 | Hättest du doch, als du deinen Garten betreten hast, gesagt: >(Es ist), was Gott will; es gibt keine Kraft außer durch Gott |
| 18:40 | So möge
mein Herr mir etwas Besseres als deinen Garten geben und über ihn
aufeinanderfolgende Pfeile vom Himmel schicken, so daß er zu einem
schlüpfrigen Boden wird, |
| 18:41 | Oder daß sein Wasser versiegt, so daß du es nicht mehr wirst finden können.« |
| 18:42 | Seine
Früchte wurden ringsum erfaßt. Da begann er, seine Handflächen
umzudrehen über das, was er für ihn ausgegeben hatte, während er bis zu
den Wipfeln verödet war, und zu sagen: »O hätte ich doch meinem Herrn
niemanden beigesellt!« |
| 18:43 | Und er hatte keine Schar, die ihn anstelle Gottes unterstützte, und er fand auch selbst keine Unterstützung. |
| 18:44 | In dem
Fall gehört allein dem wahren Gott die Möglichkeit, Freundschaft zu
gewähren. Er ist der Beste im Belohnen, und Er verschafft den besten
Ausgang. |
| 18:45 | Und führe
ihnen das Gleichnis vom diesseitigen Leben an. Es ist wie Wasser, das
Wir vom Himmel herabkommen lassen, worauf sich die Pflanzen der Erde
damit vermengen. Dann werden sie zu dürrem Zeug, das die Winde
verwehen. Und Gott hat ja Macht zu allen Dingen. |
| 18:46 | Das
Vermögen und die Söhne sind der Schmuck des diesseitigen Lebens. Was
aber bleibt, die guten Werke - sie bringen bei deinem Herrn einen
besseren Lohn und begründen eine bessere Hoffnung. |
| 18:47 | Und an
dem Tag, da Wir die Berge versetzen und du die Erde herauskommen siehst
und Wir sie versammeln, ohne jemanden von ihnen auszulassen, |
| 18:48 | Und da
sie deinem Herrn in einer Reihe vorgeführt werden: »Ihr seid zu Uns
gekommen, so wie Wir euch das erste Mal erschaffen haben. Ihr aber habt
behauptet, Wir würden für euch keine Verabredung festlegen.« |
| 18:49 | Und das
Buch wird hingelegt. Da siehst du die Übeltäter erschrocken vor dem,
was darin steht. Und sie sagen: »O wehe uns! Was ist mit diesem Buch,
daß es nichts, weder klein noch groß, ausläßt, ohne es zu erfassen?«
Und sie finden (alles), was sie taten, vorliegen. Und dein Herr tut
niemandem Unrecht. |
| 18:50 | Und als
Wir zu den Engeln sprachen: »Werft euch vor Adam nieder.« Da warfen sie
sich nieder, außer Iblis. Er gehörte zu den Djinn. So frevelte er gegen
den Befehl seines Herrn. Wollt ihr denn ihn und seine Nachkommenschaft
euch zu Freunden an meiner Stelle nehmen, wo sie euch doch Feind sind?
Welch schlimmer Tausch für die, die Unrecht tun! |
| 18:51 | Ich habe
sie der Erschaffung der Himmel und der Erde nicht beiwohnen lassen, und
auch nicht ihrer eigenen Erschaffung. Ich nehme mir niemals die
Irreführenden als Beistand. |
| 18:52 | Und an
dem Tag, da Er spricht: »Ruft meine Teilhaber, die ihr angegeben habt,
an.« Sie rufen sie an, aber sie erhören sie nicht. Und Wir setzen
zwischen sie einen Abgrund. |
| 18:53 | Und die Übeltäter sehen das Feuer und erwarten, daß sie hineinfallen, und finden kein Mittel, ihm zu entrinnen. |
| 18:54 | Und Wir
haben den Menschen in diesem Koran verschiedene Gleichnisse dargelegt.
Von allen Wesen ist aber der Mensch am streitsüchtigsten. |
| 18:55 | Und was
die Menschen daran hinderte, zu glauben und ihren Herrn um Vergebung zu
bitten, als die Rechtleitung zu ihnen kam, ist nichts anderes als (die
anmaßende Forderung), daß an ihnen nach dem Beispiel der Früheren
verfahren werde, oder daß die Pein über sie komme vor ihren Augen. |
| 18:56 | Wir
senden die Gesandten nur als Freudenboten und Warner. Diejenigen, die
nicht glauben, streiten mit dem Falschen, um damit die Wahrheit zu
widerlegen. Und sie nehmen meine Zeichen und das, womit sie gewarnt
wurden, zum Gegenstand des Spottes. |
| 18:57 | Wer ist
denn ungerechter als der, der mit den Zeichen seines Herrn ermahnt wird
und sich dann von ihnen abwendet und vergißt, was seine Hände
vorausgeschickt haben. Wir haben auf ihre Herzen Hüllen gelegt, so daß
sie ihn nicht begreifen, und in ihre Ohren Schwerhörigkeit. Auch wenn
du sie zur Rechtleitung rufst, werden sie niemals der Rechtleitung
folgen. |
| 18:58 | Und dein
Herr ist voller Vergebung, und Er besitzt die Barmherzigkeit. Würde Er
sie für das belangen, was sie erworben haben, würde Er für sie die Pein
beschleunigen. Aber sie haben eine Verabredung, vor der sie keine
Zuflucht finden werden. |
| 18:59 | Das sind
die Städte, die Wir verderben ließen, als sie Unrecht taten. Und Wir
haben für ihr Verderben eine Verabredung festgelegt. |
| 18:60 | Und als
Mose zu seinem Knecht sagte: »Ich werde nicht ablassen, bis ich den
Zusammenfluß der beiden Meere erreicht habe, und sollte ich lange Zeit
unterwegs sein.« |
| 18:61 | Als sie deren Zusammenfluß erreicht hatten, vergaßen sie ihren Fisch, so nahm er seinen Weg ins Meer wie einen Tauchpfad. |
| 18:62 | Als sie
vorbeigegangen waren, sagte er zu seinem Knecht: »Bring uns unser
Mittagessen. Wir haben ja auf dieser unserer Reise (viel) Mühsal
erlitten.« |
| 18:63 | Er sagte:
»Was meinst du? Als wir beim Felsen Rast gemacht haben, da habe ich den
Fisch vergessen. Vergessen ließ mich ihn nur der Satan, so daß ich
nicht mehr an ihn dachte. Und er nahm seinen Weg ins Meer auf
wunderbare Weise.« |
| 18:64 | Er sagte: »Das ist es, was wir suchten.« Da kehrten sie beide zurück und folgten ihren eigenen Spuren. |
| 18:65 | Sie
trafen einen von unseren Dienern, dem Wir Barmherzigkeit von Uns hatten
zukommen lassen und den Wir Wissen von Uns gelehrt hatten. |
| 18:66 | Mose sagte zu ihm: »Darf ich dir folgen, auf daß du mich von dem lehrst, was du über den rechten Weg belehrt worden bist?« |
| 18:67 | Er sagte: »Nimmer wirst du bei mir aushalten können. |
| 18:68 | Wie willst du das aushalten, wovon du keine umfassende Kenntnis hast?« |
| 18:69 | Er sagte: »Du wirst finden, so Gott will, daß ich standhaft bin, und ich werde gegen keinen Befehl von dir ungehorsam sein.« |
| 18:70 | Er sagte: »Wenn du mir folgst, dann frage mich nach nichts, bis ich selbst mit dir zuerst darüber rede.« |
| 18:71 | Da zogen
sie beide weiter. Als sie nun das Schiff bestiegen, schlug er darin ein
Loch. Er sagte: »Wie konntest du ein Loch darin schlagen, um seine
Besatzung ertrinken zu lassen? Du hast da eine grauenhafte Sache
begangen.« |
| 18:72 | Er sagte: »Habe ich nicht gesagt, daß du nimmer bei mir wirst aushalten können?« |
| 18:73 | Er sagte:
»Belange mich nicht dafür, daß ich vergessen habe, und bedrücke mich in
meiner Angelegenheit nicht mit einer schweren Last.« |
| 18:74 | Da zogen
sie beide weiter. Als sie dann einen Jungen trafen, tötete er ihn. Er
sagte: »Wie konntest du einen unschuldigen Menschen töten, und zwar
nicht als Wiedervergeltung für einen (anderen) Menschen ? Du hast da
eine verwerfliche Sache begangen.« |
| 18:75 | Er sagte: »Habe ich nicht zu dir gesagt, daß du nimmer bei mir wirst aushalten können?« |
| 18:76 | Er sagte:
»Wenn ich dich nach diesem noch einmal nach irgend etwas frage, dann
laß mich dich nicht mehr begleiten. Du hast dann von mir aus bereits
eine Entschuldigung erhalten.« |
| 18:77 | Da zogen
sie beide weiter. Als sie dann zu den Bewohnern einer Stadt kamen,
baten sie ihre Bewohner um etwas zu essen. Sie weigerten sich, sie zu
bewirten. Da fanden sie in ihr eine Mauer, die einzustürzen drohte. Er
richtete sie auf. Er sagte: »Wenn du gewollt hättest, hättest du dafür
einen Lohn nehmen können.« |
| 18:78 | Er sagte:
»Jetzt ist die Trennung zwischen mir und dir fällig. Ich werde dir die
Deutung dessen kundgeben, was du nicht aushalten konntest. |
| 18:79 | Was das
Schiff betrifft, so gehörte es armen Leuten, die auf dem Meer
arbeiteten. Ich wollte es schadhaft machen, denn ein König war hinter
ihnen her, der jedes Schiff mit Gewalt nahm. |
| 18:80 | Was den
Jungen betrifft, so waren seine Eltern gläubige (Menschen). Da
fürchteten wir, er würde sie durch das Übermaß seines Frevels und durch
seinen Unglauben bedrücken. |
| 18:81 | So
wollten wir, daß ihr Herr ihnen einen zum Tausch gebe, der besser wäre
als er in der Lauterkeit und anhänglicher in der Pietät. |
| 18:82 | Und was
die Mauer betrifft, so gehörte sie zwei Waisenjungen in der Stadt.
Unter ihr befand sich ein Schatz, der ihnen gehörte. Ihr Vater war
rechtschaffen. Da wollte dein Herr, daß sie (erst) ihre Vollkraft
erreichen und ihren Schatz herausholen, aus Barmherzigkeit von deinem
Herrn. Ich tat es ja nicht aus eigenem Entschluß. Das ist die Deutung
dessen, was du nicht aushalten konntest.« |
| 18:83 | Und sie fragen dich nach dem mit den zwei Hörnern. Sprich: Ich werde euch eine Geschichte über ihn verlesen. |
| 18:84 | Wir gaben ihm auf der Erde eine angesehene Stellung und eröffneten ihm in jedem Bereich einen Weg. |
| 18:85 | Da folgte er einem Weg. |
| 18:86 | Als er
nun den Ort des Sonnenuntergangs erreichte, fand er, daß sie in einer
verschlammten Quelle unterging. Und er fand bei ihr ein Volk. Wir
sprachen: »O du mit den zwei Hörnern, entweder peinigst du (sie), oder
du entscheidest dich für Güte gegen sie.« |
| 18:87 | Er sagte:
»Was den, der Unrecht tut, betrifft, so werden wir ihn peinigen, dann
wird er zu seinem Herrn zurückgebracht, und Er wird ihn eine
entsetzliche Pein erleiden lassen. |
| 18:88 | Wer aber
glaubt und Gutes tut, für den ist das Beste als Lohn bestimmt, und Wir
werden ihm aus unserem Gebot etwas sagen, was Erleichterung bringt.« |
| 18:89 | Dann folgte er einem Weg. |
| 18:90 | Als er
nun den Ort des Sonnenaufgangs erreichte, fand er, daß sie über Leuten
aufgeht, denen Wir keine Bedeckung vor ihr geschaffen hatten. |
| 18:91 | So war es. Und Wir haben eine umfassende Kenntnis von dem, was ihn betrifft. |
| 18:92 | Dann folgte er einem Weg. |
| 18:93 | Als er nun den Ort zwischen den beiden Sperrmauern erreichte, fand er neben ihnen Leute, die kaum ein Wort verstehen konnten. |
| 18:94 | Sie
sagten: »O du mit den zwei Hörnern, Gog und Magog stiften Unheil auf
der Erde. Sollen wir dir einen Tribut aussetzen, daß du zwischen uns
und ihnen eine Sperrmauer errichtest?« |
| 18:95 | Er sagte:
»Die angesehene Macht, die mir mein Herr verliehen hat, ist besser. Nun
helft mir mit Kraft, so errichte ich zwischen euch und ihnen einen
aufgeschütteten Wall. |
| 18:96 | Bringt
mir die Eisenstücke. « Als er nun zwischen den beiden Berghängen gleich
hoch aufgeschüttet hatte, sagte er: »Blast (jetzt).« Als er es zum
Glühen gebracht hatte, sagte er: »Bringt mir (geschmolzenes) Kupfer,
daß ich es darüber gieße.« |
| 18:97 | So konnten sie ihn nicht überwinden, und sie konnten auch nicht darin eine Bresche schlagen. |
| 18:98 | Er sagte:
»Das ist eine Barmherzigkeit von meinem Herrn. Wenn dann das
Versprechen meines Herrn eintrifft, macht Er ihn zu Staub. Und das
Versprechen meines Herrn ist wahr.« |
| 18:99 | Und Wir
lassen sie an jenem Tag durcheinander in Wallung geraten. Es wird in
die Trompete geblasen. Dann versammeln Wir sie alle. |
| 18:100 | Und Wir führen den Ungläubigen an jenem Tag die Hölle nachdrücklich vor, |
| 18:101 | (ihnen), deren Augen vor meiner Ermahnung bedeckt waren, und die auch nicht hören konnten. |
| 18:102 | Meinen
denn diejenigen, die ungläubig sind, daß sie sich meine Diener an
meiner Stelle zu Freunden nehmen können? Wir haben den Ungläubigen die
Hölle als Herberge bereitet. |
| 18:103 | Sprich: Sollen Wir euch die bekanntgeben, die an ihren Werken am meisten verlieren, |
| 18:104 | Deren Mühen im diesseitigen Leben fehlgeht, während sie meinen, sie würden rechtschaffen handeln? |
| 18:105 | Das sind
diejenigen, die die Zeichen ihres Herrn und die Begegnung mit Ihm
verleugnen. Ihre Werke sind wertlos, und Wir werden ihnen am Tag der
Auferstehung kein Gewicht beimessen. |
| 18:106 | Das ist
ihr Lohn, die Hölle, dafür, daß sie ungläubig waren und meine Zeichen
und meine Gesandten zum Gegenstand des Spottes genommen haben. |
| 18:107 | Diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, werden die Gärten des Paradieses zur Herberge haben, |
| 18:108 | Sie werden darin ewig weilen und sich nicht wünschen, davon wegzugehen. |
| 18:109 | Sprich:
Wenn das Meer Tinte für die Worte meines Herrn wäre, würde das Meer zu
Ende gehen, bevor die Worte meines Herrn zu Ende gehen, auch wenn Wir
noch einmal soviel hinzubrächten. |
| 18:110 | Sprich:
Ich bin ja nur ein Mensch wie ihr; mir wird offenbart, daß euer Gott
ein einziger Gott ist. Wer nun auf die Begegnung mit seinem Herrn
hofft, der soll gute Werke tun und bei der Anbetung seines Herrn (Ihm)
niemanden beigesellen. |