Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
| 3:1 | Alif Lam Mim. |
| 3:2 | Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen. |
| 3:3 | Er hat auf
dich das Buch mit der Wahrheit herabgesandt als Bestätigung dessen, was
vor ihm vorhanden war. Und Er hat die Tora und das Evangelium
herabgesandt |
| 3:4 | Zuvor als
Rechtleitung für die Menschen, und Er hat die Unterscheidungsnorm
herabgesandt. Diejenigen, die die Zeichen Gottes verleugnen, erhalten
eine harte Pein. Und Gott ist mächtig und übt Rache. |
| 3:5 | Vor Gott ist nichts verborgen, weder auf der Erde noch im Himmel. |
| 3:6 | Er ist es, der euch im Mutterschoß gestaltet, wie Er will. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Mächtigen, dem Weisen. |
| 3:7 | Er ist es,
der das Buch auf dich herabgesandt hat. In ihm gibt es eindeutig
festgelegte Zeichen - sie sind die Urnorm des Buches - und andere,
mehrdeutige. Diejenigen, in deren Herzen Abweichen von der Wahrheit
steckt, folgen dem, was in ihm mehrdeutig ist, im Trachten danach, (die
Menschen) zu verführen, und im Trachten danach, es (eigener) Deutung zu
unterziehen. Um seine Deutung aber weiß niemand außer Gott. Und
diejenigen, die im Wissen fest gegründet sind, sagen: »Wir glauben; das
eine und das andere ist von unserem Herrn.« Jedoch bedenken (es) nur
die Einsichtigen. |
| 3:8 | Unser
Herr, laß unsere Herzen nicht abweichen, nachdem Du uns rechtgeleitet
hast. Und schenke uns von Dir Barmherzigkeit. Du bist ja der Freigebige. |
| 3:9 | Unser Herr, Du wirst die Menschen auf einen Tag versammeln, an dem kein Zweifel möglich ist. Gott bricht das Versprechen nicht. |
| 3:10 | Denen, die ungläubig sind, werden weder ihr Vermögen noch ihre Kinder vor Gott etwas nützen. Sie sind der Brennstoff des Feuers. |
| 3:11 | Es ist
wie mit den Leuten des Pharao und denen, die vor ihnen lebten. Sie
erklärten unsere Zeichen für Lüge, so ergriff sie Gott wegen ihrer
Sünden. Und Gott verhängt harte Strafen. |
| 3:12 | Sprich zu denen, die ungläubig sind: Ihr werdet besiegt und zur Hölle versammelt werden - welch schlimme Lagerstätte! |
| 3:13 | Ihr
hattet ein Zeichen in zwei Gruppen, die aufeinandertrafen: Die eine
Gruppe kämpfte auf dem Weg Gottes, die andere war ungläubig. Sie sahen
mit eigenen Augen, daß jene zweimal so zahlreich waren wie sie. Aber
Gott stärkt mit seiner Unterstützung, wen Er will. Darin ist eine Lehre
für die Einsichtigen. |
| 3:14 | Verlockend
ist den Menschen gemacht worden die Liebe zu dem, was man begehrt:
Frauen, Söhne, ganze Zentner von Gold und Silber, gekennzeichnete
Pferde, Vieh und Ackerland. Dies ist Nutznießung des diesseitigen
Lebens. Aber bei Gott ist die schöne Heimstatt. |
| 3:15 | Sprich:
Soll ich euch etwas kundtun, was besser ist als dieses? Für diejenigen,
die gottesfürchtig sind, sind bei ihrem Herrn Gärten, unter denen Bäche
fließen und in denen sie ewig weilen werden, und geläuterte Gattinnen
und Wohlgefallen von Gott - Gott sieht wohl die Diener -, |
| 3:16 | (für sie), die sagen: »Unser Herr, wir glauben, so vergib uns unsere Sünden und bewahre uns vor der Pein des Feuers«, |
| 3:17 | Die geduldig, wahrhaftig und demütig ergeben sind, die Spenden geben und die in der Morgendämmerung um Vergebung bitten. |
| 3:18 | Gott
bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm, ebenso die Engel und
diejenigen, die das Wissen besitzen. Er steht für die Gerechtigkeit
ein. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Mächtigen, dem Weisen. |
| 3:19 | Die
Religion bei Gott ist der Islam. Diejenigen, denen das Buch zugekommen
ist, sind erst uneins geworden, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen
war, dies aus ungerechter Auflehnung untereinander. Wenn aber jemand
die Zeichen Gottes verleugnet - siehe, Gott ist schnell im Abrechnen. |
| 3:20 | Wenn sie
mit dir streiten, dann sprich: Ich ergebe mich Gott völlig, und auch
die, die mir folgen. Und sprich zu denen, denen das Buch zugekommen
ist, und zu den Ungelehrten: Werdet ihr nun Muslime werden? Wenn sie
Muslime werden, folgen sie der Rechtleitung. Wenn sie sich aber
abkehren, so obliegt dir nur die Ausrichtung (der Botschaft). Und Gott
sieht wohl die Diener. |
| 3:21 | Denen,
die die Zeichen Gottes verleugnen und die Propheten zu Unrecht töten
und diejenigen unter den Menschen töten, die die Gerechtigkeit
gebieten, verkünde eine schmerzhafte Pein. |
| 3:22 | Das sind die, deren Werke im Diesseits und Jenseits wertlos sind, und sie werden keine Helfer haben. |
| 3:23 | Hast du
nicht auf jene geschaut, denen ein Anteil vom Buch zugekommen ist, wie
sie zum Buch Gottes gerufen werden, damit es zwischen ihnen urteilt,
und wie dann ein Teil von ihnen den Rücken kehrt und sich abwendet? |
| 3:24 | Dies,
weil sie sagen: »Das Feuer wird uns sicher nur einige gezählte Tage
berühren.« Siehe, betört hat sie in ihrer Religion, was sie immer
wieder erdichtet haben. |
| 3:25 | Wie wird
es wohl sein, wenn Wir sie auf einen Tag versammeln, an dem kein
Zweifel möglich ist, und wenn jeder Seele voll erstattet wird, was sie
erworben hat ? Und ihnen wird nicht Unrecht getan. |
| 3:26 | Sprich: O
Gott, der Du über die Königsherrschaft verfügst, Du gibst die
Königsherrschaft, wem Du willst, und Du nimmst die Königsherrschaft,
wem Du willst. Du verleihst Macht, wem Du willst, und Du erniedrigst,
wen Du willst. In deiner Hand liegt das Gute. Du hast Macht zu allen
Dingen. |
| 3:27 | Du läßt
die Nacht in den Tag übergehen, und Du läßt den Tag in die Nacht
übergehen. Du bringst das Lebendige aus dem Toten, und Du bringst das
Tote aus dem Lebendigen hervor, und Du bescherst Unterhalt, wem Du
willst, ohne (viel) zu rechnen. |
| 3:28 | Die
Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstelle der Gläubigen zu
Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft mit Gott, es sei
denn, ihr hütet euch wirklich vor ihnen. Gott warnt euch vor sich
selbst. Und zu Gott führt der Lebensweg. |
| 3:29 | Sprich:
Ob ihr das geheimhaltet, was in eurem Inneren ist, oder es offenlegt,
Gott weiß es. Und Er weiß, was in den Himmeln und was auf der Erde ist.
Und Gott hat Macht zu allen Dingen. |
| 3:30 | An dem
Tag, da jede Seele das vorgebracht findet, was sie an Gutem getan hat
und was sie an Bösem getan hat. Sie wird wünschen, es läge zwischen ihr
und ihm eine weite Entfernung. Und Gott warnt euch vor sich selbst. Und
Gott hat Mitleid mit den Dienern. |
| 3:31 | Sprich:
Wenn ihr Gott liebt, dann folgt mir, so wird Gott euch lieben und euch
eure Sünden vergeben. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig. |
| 3:32 | Sprich: Gehorchet Gott und dem Gesandten. Wenn sie sich abkehren - siehe, Gott liebt die Ungläubigen nicht. |
| 3:33 | Gott hat sich Adam, Noach, die Sippe Abrahams und die Sippe Imraans vor den Weltenbewohnern erwählt, |
| 3:34 | Eine Nachkommenschaft, von der die einen von den anderen stammen. Und Gott hört und weiß alles. |
| 3:35 | Als die
Frau Imraans sagte: »Mein Herr, ich gelobe Dir das, was in meinem Leib
ist, und weihe es Dir. Nimm es von mir an. Du bist der, der alles hört
und weiß.« |
| 3:36 | Als sie
mit ihr niederkam, sagte sie: »Mein Herr, ich habe da ein Mädchen
geboren.« - Gott wußte doch besser, was sie geboren hatte, ein
männliches Kind ist eben nicht wie ein weibliches. - »Und ich habe sie
Maria genannt. Und ich suche bei Dir Zuflucht für sie und ihre
Nachkommenschaft vor dem gesteinigten Satan.« |
| 3:37 | Da nahm
sie ihr Herr auf schöne Weise an und ließ sie auf schöne Weise
heranwachsen. Er vertraute sie Zakaria an. Sooft Zakaria zu ihr in das
Heiligtum trat, fand er bei ihr Lebensunterhalt. Er sagte: »O Maria,
woher hast du das?« Sie sagte: »Von Gott. Gott beschert Unterhalt, wem
Er will, ohne (viel) zu rechnen.« |
| 3:38 | Dort rief
Zakaria zu seinem Herrn und sagte: »Mein Herr, schenke mir von Dir her
eine gute Nachkommenschaft. Du erhörst ja das Gebet.« |
| 3:39 | Da riefen
ihm die Engel, während er im Heiligtum stand und betete, zu: »Gott
verkündet dir Yahyaa; er wird ein Wort von Gott für wahr halten und
wird Herrscher, Asket und Prophet sein, einer von den Rechtschaffenen.« |
| 3:40 | Er sagte:
»Mein Herr, wie soll ich einen Knaben haben, wo ich ein hohes Alter
erreicht habe und meine Frau unfruchtbar ist?« Er sprach: »So ist es;
Gott tut, was Er will.« |
| 3:41 | Er sagte:
»Mein Herr, setze mir ein Zeichen.« Er sprach: »Dein Zeichen ist, daß
du drei Tage lang zu den Menschen nicht sprechen wirst, außer durch
Winken. Und gedenke viel deines Herrn und preise (Ihn) am Abend und am
Morgen.« |
| 3:42 | Als die
Engel sagten: »O Maria, Gott hat dich auserwählt und rein gemacht, und
Er hat dich vor den Frauen der Weltenbewohner auserwählt. |
| 3:43 | O Maria, sei deinem Herrn demütig ergeben, wirf dich nieder und verneige dich mit denen, die sich verneigen.« |
| 3:44 | Dies
gehört zu den Berichten über das Unsichtbare, die Wir dir offenbaren.
Du warst ja nicht bei ihnen, als sie ihre Losstäbe warfen, wer von
ihnen Maria betreuen solle. Und du warst nicht bei ihnen, als sie
miteinander stritten. |
| 3:45 | Als die
Engel sagten: »O Maria, Gott verkündet dir ein Wort von Ihm, dessen
Name Christus Jesus, der Sohn Marias, ist; er wird angesehen sein im
Diesseits und Jenseits, und einer von denen, die in die Nähe (Gottes)
zugelassen werden. |
| 3:46 | Er wird zu den Menschen sprechen in der Wiege und als Erwachsener und einer der Rechtschaffenen sein.« |
| 3:47 | Sie
sagte: »Mein Herr, wie soll ich ein Kind bekommen, wo mich kein Mensch
berührt hat?« Er sprach: »So ist es; Gott schafft, was Er will. Wenn Er
eine Sache beschlossen hat, sagt Er zu ihr nur: Sei!, und sie ist.« |
| 3:48 | Und Er wird ihn lehren das Buch, die Weisheit, die Tora und das Evangelium. |
| 3:49 | Und (Er
wird ihn) zu einem Gesandten an die Kinder Israels (machen): »Ich komme
zu euch mit einem Zeichen von eurem Herrn: Ich schaffe euch aus Ton
etwas wie eine Vogelgestalt, dann blase ich hinein, und es wird zu
einem Vogel mit Gottes Erlaubnis; und ich heile Blinde und Aussätzige
und mache Tote wieder lebendig mit Gottes Erlaubnis; und ich tue euch
kund, was ihr eßt und in euren Häusern aufspeichert. Darin ist für euch
ein Zeichen, so ihr gläubig seid. |
| 3:50 | Und (ich
komme), das zu bestätigen, was von der Tora vor mir vorhanden war, und
um euch einiges von dem zu erlauben, was euch verboten wurde. So komme
ich zu euch mit einem Zeichen von eurem Herrn. Daher fürchtet Gott und
gehorchet mir. |
| 3:51 | Gott ist mein Herr und euer Herr, so dienet Ihm. Das ist ein gerader Weg.« |
| 3:52 | Als Jesus
Unglauben von ihrer Seite spürte, sagte er: »Wer sind meine Helfer (auf
dem Weg) zu Gott hin?« Die Jünger sagten: »Wir sind die Helfer Gottes.
Wir glauben an Gott. Bezeuge, daß wir gottergeben sind. |
| 3:53 | Unser
Herr, wir glauben an das, was Du herabgesandt hast, und wir folgen dem
Gesandten. So verzeichne uns unter denen, die bezeugen.« |
| 3:54 | Sie schmiedeten Ränke, und Gott schmiedete Ränke. Gott ist der beste derer, die Ränke schmieden. |
| 3:55 | Als Gott
sprach: »O Jesus, Ich werde dich abberufen und zu Mir erheben und dich
von denen, die ungläubig sind, rein machen. Und Ich werde diejenigen,
die dir folgen, über die, die ungläubig sind, stellen bis zum Tag der
Auferstehung. Dann wird zu Mir eure Rückkehr sein, und Ich werde
zwischen euch über das urteilen, worüber ihr uneins waret. |
| 3:56 | Diejenigen,
die ungläubig sind, werde Ich mit einer harten Pein peinigen im
Diesseits und Jenseits, und sie werden keine Helfer haben.« |
| 3:57 | Denjenigen aber, die glauben und die guten Werke tun, wird Er ihren Lohn voll erstatten. Gott liebt die nicht, die Unrecht tun. |
| 3:58 | Das verlesen Wir dir von den Zeichen und der weisen Ermahnung. |
| 3:59 | Mit Jesus ist es vor Gott wie mit Adam. Er erschuf ihn aus Erde, dann sagte Er zu ihm: Sei!, und er war. |
| 3:60 | Es ist die Wahrheit von deinem Herrn. Darum sei nicht einer von den Zweiflern. |
| 3:61 | Und wenn
man mit dir darüber streitet nach dem, was zu dir an Wissen gekommen
ist, dann sprich: Kommt her, laßt uns unsere Söhne und eure Söhne,
unsere Frauen und eure Frauen, uns selbst und euch selbst zusammenrufen
und dann den Gemeinschaftseid leisten und den Fluch Gottes auf die
Lügner herabkommen lassen. |
| 3:62 | Das ist gewiß der wahre Bericht. Und es gibt keinen Gott außer Gott. Gott ist der Mächtige, der Weise. |
| 3:63 | Wenn sie sich abkehren, so weiß Gott über die Unheilstifter Bescheid. |
| 3:64 | Sprich: O
ihr Leute des Buches, kommt her zu einem zwischen uns und euch gleich
angenommenen Wort: daß wir Gott allein dienen und Ihm nichts
beigesellen, und daß wir nicht einander zu Herren nehmen neben Gott.
Doch wenn sie sich abkehren, dann sagt: »Bezeugt, daß wir gottergeben
sind.« |
| 3:65 | O ihr
Leute des Buches, warum streitet ihr über Abraham, wo doch die Tora und
das Evangelium erst nach ihm herabgesandt wurden ? Habt ihr denn keinen
Verstand ? |
| 3:66 | Siehe,
ihr habt über etwas gestritten, wovon ihr Wissen habt. Warum streitet
ihr denn nun über das, wovon ihr kein Wissen habt? Gott weiß, ihr aber
wißt nicht Bescheid. |
| 3:67 | Abraham
war weder Jude noch Christ, sondern er war Anhänger des reinen
Glaubens, ein Gottergebener, und er gehörte nicht zu den Polytheisten. |
| 3:68 | Diejenigen
unter den Menschen, die am ehesten Abraham beanspruchen dürfen, sind
die, die ihm gefolgt sind, und dieser Prophet und diejenigen, die
glauben. Und Gott ist der Freund der Gläubigen. |
| 3:69 | Eine
Gruppe von den Leuten des Buches möchte euch gern in die Irre führen.
Aber sie führen nur sich selbst in die Irre, und sie merken es nicht. |
| 3:70 | O ihr Leute des Buches, warum verleugnet ihr die Zeichen Gottes, wo ihr sie selbst bezeugt ? |
| 3:71 | O ihr Leute des Buches, warum verkleidet ihr die Wahrheit mit dem Falschen und verschweigt die Wahrheit, wo ihr es wißt ? |
| 3:72 | Eine
Gruppe von den Leuten des Buches sagt: »Glaubt an das, was auf
diejenigen, die glauben, herabgesandt wurde, nur am Anfang des Tages,
und verleugnet es an seinem Ende. Vielleicht werden sie umkehren. |
| 3:73 | Und
glaubt nur denen, die eurer Religion folgen. « Sprich: Die Rechtleitung
ist ja die Rechtleitung Gottes. (Fürchtet ihr,) daß jemandem (anderen)
das gleiche zukommt, was euch zugekommen ist, oder daß sie mit euch vor
eurem Herrn streiten ? Sprich: Die Huld liegt in der Hand Gottes, Er
läßt sie zukommen, wem Er will. Gott umfaßt und weiß alles. |
| 3:74 | Er schenkt seine Barmherzigkeit besonders, wem Er will. Und Gott besitzt große Huld. |
| 3:75 | Unter den
Leuten des Buches gibt es manch einen, der, wenn du ihm einen Zentner
anvertraust, ihn dir zurückgibt, und manch einen, der, wenn du ihm
einen (einzigen) Dinar anvertraust, ihn dir nur dann zurückgibt, wenn
du ihm dauernd zusetzt. Das rührt daher, daß sie sagen: »Man kann uns
in bezug auf die Ungelehrten nicht belangen.« Damit sagen sie über Gott
eine Lüge, und sie wissen es. |
| 3:76 | Nein! Wenn einer seine Verpflichtung erfüllt und gottesfürchtig ist - siehe, Gott liebt die Gottesfürchtigen. |
| 3:77 | Diejenigen,
die den Bund Gottes und ihre Eide für einen geringen Preis verkaufen,
haben am Jenseits keinen Anteil. Gott wird sie nicht ansprechen und
nicht zu ihnen schauen am Tag der Auferstehung, und sie auch nicht für
rein erklären. Und für sie ist eine schmerzhafte Pein bestimmt. |
| 3:78 | Unter
ihnen gibt es eine Gruppe, die ihre Zungen beim Lesen des Buches
verdrehen, damit ihr meint, es gehöre zum Buch, während es nicht zum
Buch gehört, und die sagen, es sei von Gott her, während es nicht von
Gott kommt. Damit sagen sie gegen Gott eine Lüge aus, und sie wissen es. |
| 3:79 | Es steht
keinem Menschen zu, daß Gott ihm das Buch, die Urteilskraft und die
Prophetie zukommen läßt und daß er dann zu den Menschen sagt: »Seid
meine Diener anstelle Gottes.« Vielmehr (wird er sagen): »Seid
Gottesgelehrte, da ihr das Buch lehrt und da ihr es erforscht.« |
| 3:80 | Und auch
nicht, daß er euch befiehlt, die Engel und die Propheten zu Herren zu
nehmen. Kann er euch den Unglauben befehlen, nachdem ihr Gottergebene
geworden seid? |
| 3:81 | Und als
Gott die Verpflichtung der Propheten entgegennahm: »Was immer Ich euch
für ein Buch und eine Weisheit zukommen lasse, wenn danach ein
Gesandter zu euch kommt, der bestätigt, was bei euch ist, dann müßt ihr
an ihn glauben und ihn unterstützen.« Er sprach: »Erkennt ihr es an und
betrachtet ihr euch Mir gegenüber daran gebunden?« Sie sagten: »Wir
erkennen es an.« Er sprach: »So bezeugt es, und Ich gehöre mit euch zu
den Zeugen.« |
| 3:82 | Diejenigen, die sich danach abkehren, das sind die Frevler. |
| 3:83 | Suchen
sie sich etwa eine andere Religion als die Religion Gottes, wo Ihm
ergeben ist, was in den Himmeln und auf der Erde ist, ob freiwillig
oder widerwillig, und wo sie (alle) zu Ihm zurückgebracht werden? |
| 3:84 | Sprich:
Wir glauben an Gott und an das, was auf uns herabgesandt wurde, und an
das, was herabgesandt wurde auf Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die
Stämme, und an das, was Mose und Jesus und den Propheten von ihrem
Herrn zugekommen ist. Wir machen bei keinem von ihnen einen
Unterschied. Und wir sind Ihm ergeben. |
| 3:85 | Wer eine
andere Religion als den Islam sucht, von dem wird es nicht angenommen
werden. Und im Jenseits gehört er zu den Verlierern. |
| 3:86 | Wie
sollte Gott Leute rechtleiten, die ungläubig geworden sind, nachdem sie
gläubig waren und bezeugt haben, daß der Gesandte wahrhaftig ist, und
nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen sind? Gott leitet die
ungerechten Leute nicht recht. |
| 3:87 | Die Vergeltung für sie ist, daß der Fluch Gottes und der Engel und der Menschen allesamt über sie kommt. |
| 3:88 | Sie werden darin ewig weilen. Ihnen wird die Pein nicht erleichtert, und ihnen wird kein Aufschub gewährt, |
| 3:89 | Außer denen, die danach umkehren und Besserung zeigen. Denn Gott ist voller Vergebung und barmherzig. |
| 3:90 | Von
denen, die, nachdem sie gläubig waren, ungläubig werden und an
Unglauben zunehmen, wird ihre Reue nicht angenommen werden. Das sind
die, die irregehen. |
| 3:91 | Von
denen, die ungläubig geworden sind und als Ungläubige sterben - nicht
die Erde voll Gold würde von einem von ihnen angenommen, auch wenn er
sich damit loskaufen wollte. Für sie ist eine schmerzhafte Pein
bestimmt, und sie werden keine Helfer haben. |
| 3:92 | Ihr
werdet die (wahre) Frömmigkeit nicht erlangen, bis ihr von dem spendet,
was ihr liebt. Und was immer ihr spendet, Gott weiß es. |
| 3:93 | Alle
Speisen waren den Kindern Israels erlaubt, außer dem, was Israel sich
selbst verboten hat, bevor die Tora herabgesandt wurde. Sprich: Bringt
die Tora her und lest sie vor, so ihr die Wahrheit sagt. |
| 3:94 | Diejenigen, die nach diesem gegen Gott Lügen erdichten, das sind die, die Unrecht tun. |
| 3:95 | Sprich:
Gott sagt die Wahrheit. So folgt der Glaubensrichtung Abrahams, als
Anhänger des reinen Glaubens, und er gehörte nicht zu den Polytheisten. |
| 3:96 | Das erste
Haus, das für die Menschen errichtet wurde, ist gewiß dasjenige in
Bakka; voller Segen ist es und Rechtleitung für die Weltenbewohner. |
| 3:97 | In ihm
sind deutliche Zeichen. Es ist die Stätte Abrahams, und wer es betritt,
ist in Sicherheit. Und Gott hat den Menschen die Pflicht zur Wallfahrt
nach dem Haus auferlegt, allen, die dazu eine Möglichkeit finden. Und
wenn einer ungläubig ist, so ist Gott auf die Weltenbewohner nicht
angewiesen. |
| 3:98 | Sprich: O ihr Leute des Buches, warum verleugnet ihr die Zeichen Gottes? Gott ist Zeuge über das, was ihr tut. |
| 3:99 | Sprich: O
ihr Leute des Buches, warum weist ihr den, der glaubt, vom Weg Gottes
ab, indem ihr euch ihn krumm wünscht, wo ihr doch Zeugen seid? Und Gott
läßt nicht unbeachtet, was ihr tut. |
| 3:100 | O ihr,
die ihr glaubt, wenn ihr einer Gruppe derer gehorcht, denen das Buch
zugekommen ist, werden sie euch, nachdem ihr gläubig geworden seid,
wieder zu Ungläubigen machen. |
| 3:101 | Wie
könnt ihr ungläubig werden, wo euch die Zeichen Gottes verlesen werden
und sein Gesandter unter euch ist? Wer an Gott festhält, wird zu einem
geraden Weg geleitet. |
| 3:102 | O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott, wie Er richtig gefürchtet werden soll, und sterbt nicht anders denn als Gottergebene. |
| 3:103 | Und
haltet allesamt am Seil Gottes fest und spaltet euch nicht. Und
gedenket der Gnade Gottes zu euch, als ihr Feinde waret und Er
Vertrautheit zwischen euren Herzen stiftete, so daß ihr durch seine
Gnade Brüder wurdet; und als ihr euch am Rande einer Feuergrube
befandet und Er euch davor rettete. So macht euch Gott seine Zeichen
deutlich, auf daß ihr der Rechtleitung folgt. |
| 3:104 | Aus euch
soll eine Gemeinschaft (von Gläubigen) entstehen, die zum Guten
aufrufen, das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten. Das sind
die, denen es wohl ergeht. |
| 3:105 | Und seid
nicht wie diejenigen, die sich gespalten haben und uneins geworden
sind, nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen waren. Bestimmt
ist für sie eine gewaltige Pein, |
| 3:106 | Am Tag,
da einige Gesichter weiß und andere Gesichter schwarz sein werden. Zu
denen, deren Gesichter schwarz sein werden, (wird gesprochen): »Wieso
seid ihr ungläubig geworden, nachdem ihr gläubig waret? Kostet nun die
Pein dafür, daß ihr ungläubig waret.« |
| 3:107 | Diejenigen aber, deren Gesichter weiß sein werden, befinden sich in der Barmherzigkeit Gottes; sie werden darin ewig weilen. |
| 3:108 | Das sind die Zeichen Gottes. Wir verlesen sie dir der Wahrheit entsprechend. Und Gott will kein Unrecht für die Weltenbewohner. |
| 3:109 | Gott gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und zu Ihm werden die Angelegenheiten zurückgebracht. |
| 3:110 | Ihr seid
die beste Gemeinschaft, die je unter den Menschen hervorgebracht worden
ist. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt
an Gott. Würden die Leute des Buches glauben, es wäre besser für sie.
Unter ihnen gibt es Gläubige, aber die meisten von ihnen sind Frevler. |
| 3:111 | Sie
werden euch keinen Schaden, nur geringes Leid zufügen. Und wenn sie
gegen euch kämpfen, werden sie euch den Rücken kehren. Und dann werden
sie keine Unterstützung erfahren. |
| 3:112 | Erniedrigung
überdeckt sie, wo immer sie angetroffen werden, es sei denn, sie stehen
unter dem Schutz einer Verbindung mit Gott und einer Verbindung mit
Menschen. Und sie ziehen sich den Zorn Gottes zu. Und Elend überdeckt
sie. Dies dafür, daß sie immer wieder die Zeichen Gottes verleugneten
und die Propheten zu Unrecht töteten; dies dafür, daß sie ungehorsam
waren und immer wieder Übertretungen begingen. |
| 3:113 | Sie sind
nicht (alle) gleich. Unter den Leuten des Buches gibt es eine aufrechte
Gemeinschaft. Sie verlesen die Zeichen Gottes zu (verschiedenen)
Nachtzeiten, während sie sich niederwerfen. |
| 3:114 | Sie
glauben an Gott und an den Jüngsten Tag. Sie gebieten das Rechte und
verbieten das Verwerfliche und eilen zu den guten Dingen um die Wette.
Sie gehören zu den Rechtschaffenen. |
| 3:115 | Was immer sie an Gutem tun, sie werden dafür nicht Undank ernten. Gott weiß über die Gottesfürchtigen Bescheid. |
| 3:116 | Denen,
die ungläubig sind, werden weder ihr Vermögen noch ihre Kinder vor Gott
etwas nützen. Das sind die Gefährten des Feuers; sie werden darin ewig
weilen. |
| 3:117 | Mit dem,
was sie in diesem irdischen Leben ausgeben, ist es wie mit einem
eisigen Wind, der das Saatfeld von Leuten traf, die sich selbst Unrecht
getan hatten, und es vernichtete. Und nicht Gott hat ihnen Unrecht
getan, sondern sie tun sich selbst Unrecht. |
| 3:118 | O ihr,
die ihr glaubt, nehmt euch keine Vertrauten unter denen, die nicht zu
euch gehören. Sie werden euch kein Unheil ersparen. Sie möchten gern,
ihr würdet in Bedrängnis geraten. Der Haß hat sich aus ihrem Munde
kundgetan, und das, was ihre Brust verbirgt, ist schlimmer. Wir haben
euch die Zeichen deutlich gemacht, so ihr verständig seid. |
| 3:119 | Seht,
ihr liebt sie, sie aber lieben euch nicht. Ihr glaubt an das gesamte
Buch. Wenn sie euch treffen, sagen sie: »Wir glauben.« Wenn sie allein
sind, beißen sie sich gegen euch die Fingerspitzen vor Groll. Sprich:
Sterbt an eurem Groll. Gott weiß über das innere Geheimnis Bescheid. |
| 3:120 | Wenn
euch Gutes widerfährt, tut es ihnen leid, und wenn euch Schlimmes
trifft, freuen sie sich darüber. Wenn ihr euch geduldig und
gottesfürchtig zeigt, wird ihre List euch nichts schaden. Gott
umgreift, was sie tun. |
| 3:121 | Und als
du von deinen Angehörigen in der Frühe weggingst, um die Gläubigen in
Stellungen zum Kampf einzuweisen. Und Gott hört und weiß alles. |
| 3:122 | Als zwei
Gruppen von euch im Begriff waren, den Mut zu verlieren, wo doch Gott
ihr Sachwalter war. Auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen. |
| 3:123 | Gott hat euch doch in Badr unterstützt, als ihr unterlegen waret. So fürchtet Gott, auf daß ihr dankbar werdet. |
| 3:124 | Als du zu den Gläubigen sagtest: »Genügt es euch denn nicht, daß euer Herr euch mit dreitausend herabgesandten Engeln beisteht? |
| 3:125 | Ja, wenn
ihr standhaft und gottesfürchtig seid und sie sogleich gegen euch
vorrücken, steht euch euer Herr bei mit fünftausend stürmenden Engeln.« |
| 3:126 | Und Gott
hat es nur deswegen gemacht, damit es für euch eine Frohbotschaft sei
und damit eure Herzen dadurch Ruhe finden - der Sieg kommt nur von
Gott, dem Mächtigen, dem Weisen -, |
| 3:127 | Dies, damit Er einen Teil derer, die ungläubig sind, ausmerze oder sie niederwerfe, so daß sie enttäuscht zurückkehren |
| 3:128 | - dir
steht in dieser Angelegenheit keine Entscheidung zu -, oder damit Er
sich ihnen wieder zuwende oder sie peinige, denn sie sind Leute, die
Unrecht tun. |
| 3:129 | Gott
gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Er vergibt, wem Er
will, und Er peinigt, wen Er will. Und Gott ist voller Vergebung und
barmherzig. |
| 3:130 | O ihr, die ihr glaubt, verzehrt nicht den Zins in mehrfach verdoppelten Beträgen und fürchtet Gott, auf daß es euch wohl ergehe. |
| 3:131 | Und hütet euch vor dem Feuer, das für die Ungläubigen bereitet ist. |
| 3:132 | Und gehorchet Gott und dem Gesandten, auf daß ihr Erbarmen findet. |
| 3:133 | Wetteifert
nach einer Vergebung von eurem Herrn und zu einem Garten, der so breit
ist wie die Himmel und die Erde, der für die Gottesfürchtigen bereitet
ist, |
| 3:134 | Die in
guten und schlechten Tagen spenden, ihren Groll unterdrücken und den
Menschen verzeihen - Gott liebt die Rechtschaffenen -, |
| 3:135 | Und die,
wenn sie etwas Schändliches begangen oder sich selbst Unrecht getan
haben, Gottes gedenken und um Vergebung für ihre Sünden bitten - und
wer vergibt die Sünden außer Gott? - und auf dem, was sie getan haben,
nicht beharren, wo sie es doch wissen. |
| 3:136 | Deren
Lohn ist Vergebung von ihrem Herrn und Gärten, unter denen Bäche
fließen; darin werden sie ewig weilen. Vorzüglich ist doch der Lohn
derer, die (gut) handeln. |
| 3:137 | Schon
vor euch wurde (mit den Menschen) beispielhaft verfahren. Geht auf der
Erde umher und schaut, wie das Ende derer war, die (die Botschaft) für
Lüge erklärt haben. |
| 3:138 | Dies ist eine Darlegung für die Menschen und eine Rechtleitung und eine Ermahnung für die Gottesfürchtigen. |
| 3:139 | Und erlahmt nicht und werdet nicht traurig, wo ihr doch die Oberhand haben werdet, so ihr gläubig seid. |
| 3:140 | Wenn ihr
Wunden erlitten habt, so haben die (feindlichen) Leute ähnliche Wunden
erlitten. Solche Tage teilen Wir den Menschen abwechselnd zu. (Dies
geschieht) auch, damit Gott diejenigen in Erfahrung bringe, die
glauben, und sich aus euren Reihen Zeugen nehme - und Gott liebt die
nicht, die Unrecht tun -, |
| 3:141 | Und damit Gott diejenigen, die glauben, läutere und die Ungläubigen vernichte, |
| 3:142 | - oder
meint ihr, daß ihr ins Paradies eingehen werdet, noch ehe Gott in
Erfahrung gebracht hat, wer von ihnen sich eingesetzt hat? - und damit
Er in Erfahrung bringe, wer die Standhaften sind. |
| 3:143 | Und ihr pflegtet euch den Tod zu wünschen, bevor ihr ihm begegnet seid. Nun habt ihr ihn gesehen, indem ihr zuschautet. |
| 3:144 | Muhammad
ist nur ein Gesandter. Vor ihm sind etliche Gesandte dahingegangen.
Werdet ihr denn, wenn er stirbt oder getötet wird, auf euren Fersen
kehrtmachen? Wer auf seinen Fersen kehrtmacht, wird Gott nichts schaden
können. Und Gott wird (es) den Dankbaren vergelten. |
| 3:145 | Und
niemand kann sterben außer mit der Erlaubnis Gottes gemäß einer Schrift
mit festgelegter Frist. Und wer die Belohnung des Diesseits will, dem
geben Wir etwas von ihm. Und wer die Belohnung des Jenseits will, dem
geben Wir etwas von ihm. Und Wir werden (es) den Dankbaren vergelten. |
| 3:146 | Und so
manchen Propheten gab es, mit dem viele Scharen gekämpft haben. Sie
erlahmten nicht wegen dessen, was sie auf dem Weg Gottes traf, und sie
wurden nicht schwach, und sie gaben nicht nach. Und Gott liebt die
Standhaften. |
| 3:147 | Und
nichts anderes war ihre Rede, als daß sie sagten: »Unser Herr, vergib
uns unsere Schuld und unsere Maßlosigkeit in unserem Anliegen. Festige
unsere Schritte und unterstütze uns gegen die ungläubigen Leute.« |
| 3:148 | So gab ihnen Gott den Lohn des Diesseits und den schönen Lohn des Jenseits. Und Gott liebt die Rechtschaffenen. |
| 3:149 | O ihr,
die ihr glaubt, wenn ihr denen gehorcht, die nicht glauben, lassen sie
euch auf den Fersen kehrtmachen und als Verlierer zurückkehren. |
| 3:150 | Nein, Gott ist euer Schutzherr, und Er ist der beste Helfer. |
| 3:151 | Wir
werden den Herzen derer, die ungläubig sind, Schrecken einjagen dafür,
daß sie Gott solche beigesellen, für die Er keine Ermächtigung
herabgesandt hat. Ihre Heimstätte ist das Feuer. Schlimm ist die Bleibe
derer, die Unrecht tun. |
| 3:152 | Und Gott
hat euch sein Versprechen wahr gemacht, als ihr sie mit seiner
Erlaubnis vernichtend schlüget, bis ihr verzagtet, miteinander über die
Angelegenheit strittet und ungehorsam wäret, nachdem Er euch hatte
sehen lassen, was ihr liebt - unter euch gibt es welche, die das
Diesseits wollen, und unter euch gibt es welche, die das Jenseits
wollen; dann wies Er euch von ihnen ab, um euch zu prüfen. Und Er hat
euch nunmehr verziehen. Gott ist voller Huld gegen die Gläubigen. |
| 3:153 | Als ihr
wegliefet, ohne euch nach jemandem umzuwenden, während der Gesandte
euch weit hinten zurief. Da belohnte Er euch mit Kummer für (den dem
Propheten gemachten) Kummer, damit ihr nicht traurig seid über das, was
euch entgangen war, und auch nicht über das, was euch getroffen hatte.
Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut. |
| 3:154 | Dann,
nach dem Kummer, sandte Er auf euch Sicherheit herab, einen Schlaf, der
eine Gruppe von euch überkam, während eine (andere) Gruppe sich um sich
selbst kümmerte, indem sie von Gott etwas anderes als die Wahrheit
dachte, wie in der Zeit der Unwissenheit gedacht wurde. Sie sagten:
»Haben wir bei der Angelegenheit etwas zu entscheiden?« Sprich: Gott
allein entscheidet in der ganzen Angelegenheit. Sie halten in ihrem
Inneren geheim, was sie dir nicht offenlegen. Sie sagen: »Wenn wir bei
der Angelegenheit etwas zu entscheiden gehabt hätten, wären wir nicht
hier getötet worden.« Sprich: Auch wenn ihr in euren Häusern geblieben
wäret, so wären diejenigen, für die es bestimmt war, getötet zu werden,
dennoch zu ihren Sterbestätten hinausgezogen. (Dies geschieht), damit
Gott prüft, was in eurer Brust ist, und läutert, was in euren Herzen
ist. Und Gott weiß über das innere Geheimnis Bescheid. |
| 3:155 | Diejenigen
von euch, die sich abkehrten am Tag, da die beiden Scharen
aufeinandertrafen, die hat der Satan straucheln lassen wegen etwas von
dem, was sie erworben haben. Gott hat ihnen nunmehr verziehen. Gott ist
voller Vergebung und langmütig. |
| 3:156 | O ihr,
die ihr glaubt, seid nicht wie diejenigen, die nicht glauben und die
von ihren Brüdern, wenn diese auf der Erde umherzogen oder sich auf
einem Feldzug befanden, sagen: »Wären sie bei uns gewesen, wären sie
nicht gestorben und nicht getötet worden.« Gott will dies zu einem
Grund zu (tiefem) Bedauern in ihren Herzen machen. Und Gott macht
lebendig und läßt sterben. Und Gott sieht wohl, was ihr tut. |
| 3:157 | Und wenn
ihr auf dem Weg Gottes getötet werdet oder sterbt, so ist Vergebung und
Barmherzigkeit von Gott besser als das, was sie zusammentragen. |
| 3:158 | Und wenn ihr sterbt oder getötet werdet, so werdet ihr gewiß zu Gott versammelt werden. |
| 3:159 | Es ist
um der Barmherzigkeit Gottes willen, daß du ihnen gegenüber umgänglich
warst. Wärest du grob und hartherzig gewesen, wären sie rings um dich
fortgelaufen. So verzeihe ihnen und bitte für sie um Vergebung und
ziehe sie zu Rate in den Angelegenheiten. Und wenn du dich entschlossen
hast, dann vertraue auf Gott. Gott liebt ja die, die vertrauen. |
| 3:160 | Wenn
Gott euch unterstützt, dann kann niemand euch besiegen. Und wenn Er
euch im Stich läßt, wer ist es, der euch daraufhin unterstützen könnte?
Auf Gott sollen also die Gläubigen vertrauen. |
| 3:161 | Es steht
einem Propheten nicht zu, zu veruntreuen. Wer veruntreut, wird das, was
er veruntreut hat, am Tag der Auferstehung beibringen. Dann wird jeder
Seele voll erstattet, was sie erworben hat. Und ihnen wird nicht
Unrecht getan. |
| 3:162 | Ist denn
derjenige, der dem Wohlgefallen Gottes folgt, wie der, der sich den
Groll Gottes zuzieht und dessen Heimstätte die Hölle ist? Welch
schlimmes Ende! |
| 3:163 | Sie nehmen verschiedene Rangstufen bei Gott ein. Und Gott sieht wohl, was sie tun. |
| 3:164 | Gott hat
den Gläubigen eine Wohltat erwiesen, als Er unter ihnen einen Gesandten
aus ihrer Mitte hat erstehen lassen, der ihnen seine Zeichen verliest,
sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt. Sie befanden sich
ja vorher in einem offenkundigen Irrtum. |
| 3:165 | Wie
konntet ihr, als euch ein Unglück traf, das ihr (den Feinden) doppelt
so arg zugefügt hattet, sagen: »Woher kommt das?« Sprich: Es kommt von
euch selbst. Gott hat Macht zu allen Dingen. |
| 3:166 | Und was
euch traf an dem Tag, da die beiden Scharen aufeinandertrafen, das
geschah mit der Erlaubnis Gottes, und damit Er die Gläubigen in
Erfahrung bringe, |
| 3:167 | Und auch
die in Erfahrung bringe, die heucheln. Und es wurde zu ihnen gesagt:
»Kommt her, kämpft auf dem Weg Gottes oder wehrt die Feinde ab.« Sie
sagten: »Wenn wir wüßten, daß es einen Kampf geben würde, würden wir
euch sicherlich folgen.« An jenem Tag waren sie dem Unglauben näher als
dem Glauben, sie sagten ja mit ihrem Munde, was nicht in ihrem Herzen
war. Und Gott weiß besser, was sie verschweigen. |
| 3:168 | Das sind
diejenigen, die, während sie selbst zurückblieben, von ihren Brüdern
sagten: »Hätten sie uns gehorcht, wären sie nicht getötet worden.«
Sprich: Wehrt doch den Tod von euch ab, so ihr die Wahrheit sagt. |
| 3:169 | Halte
diejenigen, die auf dem Weg Gottes getötet wurden, nicht für tot. Sie
sind vielmehr lebendig bei ihrem Herrn, und sie werden versorgt, |
| 3:170 | Und sie
freuen sich dabei über das, was Gott ihnen von seiner Huld zukommen
ließ. Und sie erwarten die, die hinter ihnen nachgekommen sind und sie
noch nicht eingeholt haben, voll Freude darüber, daß auch sie nichts zu
befürchten haben und nicht traurig sein werden. |
| 3:171 | Sie
empfangen mit Freude Gnade und Huld von Gott und (freuen sich) darüber,
daß Gott den Lohn der Gläubigen nicht verlorengehen läßt. |
| 3:172 | Für
diejenigen, die auf Gott und den Gesandten gehört haben, nachdem sie
die Wunde erlitten hatten, - für diejenigen von ihnen, die
rechtschaffen und gottesfürchtig waren, ist ein großartiger Lohn
bestimmt. |
| 3:173 | Zu ihnen
haben die Menschen gesagt: »Die Menschen haben sich gegen euch
versammelt, daher fürchtet euch vor ihnen.« Aber das hat ihren Glauben
nur verstärkt, und sie sagten: »Gott genügt uns. Welch vorzüglicher
Sachwalter!« |
| 3:174 | Sie
kehrten mit Gnade und Huld von Gott zurück, nichts Böses berührte sie,
und sie folgten dem Wohlgefallen Gottes. Und Gott besitzt große Huld. |
| 3:175 | Das ist
der Satan. Er will (euch) vor seinen Freunden angst machen. Habt keine
Angst vor ihnen, Mich sollt ihr fürchten, so ihr gläubig seid. |
| 3:176 | Laß dich
nicht durch die betrüben, die im Unglauben miteinander wetteifern. Sie
können Gott nicht schaden. Gott will für sie im Jenseits keinen Anteil
bereithalten. Und bestimmt ist für sie eine gewaltige Pein. |
| 3:177 | Diejenigen,
die den Unglauben für den Glauben erkauft haben, können Gott nichts
schaden. Und bestimmt ist für sie eine schmerzhafte Pein. |
| 3:178 | Und
diejenigen, die ungläubig sind, sollen nicht meinen, es sei besser für
sie, daß Wir ihnen Aufschub gewähren. Wir gewähren ihnen ja Aufschub,
damit sie noch mehr Schuld auf sich laden. Und bestimmt ist für sie
eine schmähliche Pein. |
| 3:179 | Nimmer
wird Gott die Gläubigen in dem Zustand belassen, in dem ihr euch
befindet; Er will nur das Schlechte vom Guten unterscheiden. Und nimmer
wird Gott euch über das Unsichtbare Auskunft geben. Aber Gott erwählt
von seinen Gesandten, wen Er will. So glaubt an Gott und seine
Gesandten. Und wenn ihr glaubt und gottesfürchtig seid, ist für euch
ein großartiger Lohn bestimmt. |
| 3:180 | Diejenigen,
die mit dem geizen, was Gott ihnen von seiner Huld beschert hat, sollen
nicht meinen, das sei besser für sie. Nein, es ist schlechter für sie.
Am Tag der Auferstehung wird ihnen das, womit sie gegeizt haben, als
Halskette umgelegt werden. Gott gehört das Erbe der Himmel und der
Erde. Und Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut. |
| 3:181 | Gott hat
die Rede derer gehört, die da sagten: »Gott ist arm, wir sind reich.«
Wir werden aufschreiben, was sie sagten, und daß sie die Propheten zu
Unrecht töteten, und Wir werden sprechen: Kostet die Pein des
Höllenbrandes. |
| 3:182 | Dies für das, was eure Hände vorausgeschickt haben, und weil Gott den Dienern kein Unrecht tut. |
| 3:183 | Das sind
die, die sagten: »Gott hat uns auferlegt, an keinen Gesandten zu
glauben, bis er uns ein Opfer bringt, das das Feuer verzehrt.« Sprich:
Es sind vor mir Gesandte mit den deutlichen Zeichen und mit dem, was
ihr gesagt habt, zu euch gekommen. Warum habt ihr sie dann getötet, so
ihr die Wahrheit sagt? |
| 3:184 | Wenn sie
dich der Lüge zeihen, so sind schon vor dir Gesandte der Lüge geziehen
worden, die mit den deutlichen Zeichen gekommen waren, und mit den
Schriften und dem erleuchtenden Buch. |
| 3:185 | Jeder
wird den Tod erleiden. Euch wird euer Lohn am Tag der Auferstehung voll
erstattet. Wer vom Feuer weggerückt und ins Paradies geführt wird, der
hat das Ziel erreicht. Das diesseitige Leben ist ja nur eine betörende
Nutznießung. |
| 3:186 | Ihr
werdet sicherlich an eurem Vermögen und an euch selbst geprüft werden,
und ihr werdet gewiß von denen, denen das Buch vor euch zugekommen ist,
und von den Polytheisten viel Ungemach hören. Wenn ihr euch aber
geduldig und gottesfürchtig verhaltet, so gehört dies zur
Entschlossenheit in den Anliegen. |
| 3:187 | Und als
Gott die Verpflichtung derer, denen das Buch zugekommen ist,
entgegennahm: »Ihr müßt es den Menschen deutlich machen und dürft es
nicht verschweigen.« Da warfen sie es hinter ihren Rücken und
verkauften es für einen geringen Preis. Schlecht ist, was sie erkaufen. |
| 3:188 | Und
meine nicht, daß diejenigen, die sich freuen über das, was sie
vollbracht haben, und es lieben, für das gelobt zu werden, was sie
nicht getan haben - meine nicht, sie würden der Pein entrinnen.
Bestimmt ist für sie eine schmerzhafte Pein. |
| 3:189 | Und Gott gehört die Königsherrschaft der Himmel und der Erde. Und Gott hat Macht zu allen Dingen. |
| 3:190 | In der Erschaffung der Himmel und der Erde und im Aufeinanderfolgen von Nacht und Tag sind Zeichen für die Einsichtigen, |
| 3:191 | Die
Gottes gedenken, im Stehen und Sitzen und auf ihren Seiten liegend, und
über die Erschaffung der Himmel und der Erde nachdenken: »Unser Herr,
Du hast dies nicht umsonst erschaffen. Preis sei Dir! Bewahre uns vor
der Pein des Feuers. |
| 3:192 | Unser
Herr, wen Du ins Feuer eingehen läßt, den hast Du zuschanden gemacht.
Diejenigen, die Unrecht tun, werden keine Helfer haben. |
| 3:193 | Unser
Herr, wir haben einen Rufer gehört, der zum Glauben ruft: Glaubt an
euren Herrn. Da haben wir geglaubt. Unser Herr, vergib uns unsere
Sünden und sühne uns unsere Missetaten, und berufe uns mit den Frommen
ab. |
| 3:194 | Unser
Herr, gib uns das, was Du uns durch deine Gesandten verheißen hast, und
mache uns am Tag der Auferstehung nicht zuschanden. Du brichst das
Versprechen nicht.« |
| 3:195 | Da
erhörte sie ihr Herr: »Ich lasse keine Tat verlorengehen, die einer von
euch getan hat, ob Mann oder Weib. Die einen stammen ja von den
anderen. Denjenigen, die ausgewandert und aus ihren Wohnstätten
vertrieben worden sind und auf meinem Weg Leid erlitten haben, die
gekämpft haben und getötet worden sind, werde Ich ihre Missetaten
sühnen und sie in Gärten eingehen lassen, unter denen Bäche fließen,
als Belohnung von Gott.« Und bei Gott ist die schöne Belohnung. |
| 3:196 | Laß dich nicht betören durch das Umherziehen der Ungläubigen im Land. |
| 3:197 | Das ist eine geringe Nutznießung. Dann wird ihre Heimstätte die Hölle sein - welch schlimme Lagerstätte! |
| 3:198 | Aber für
diejenigen, die ihren Herrn fürchten, sind Gärten bestimmt, unter denen
Bäche fließen; darin werden sie ewig weilen, als Herberge von seiten
Gottes. Und was bei Gott ist, ist besser für die Frommen. |
| 3:199 | Unter
den Leuten des Buches gibt es welche, die an Gott glauben und an das,
was zu euch herabgesandt wurde, und an das, was zu ihnen herabgesandt
wurde, und so zeigen sie sich demütig gegen Gott. Und sie verkaufen
nicht die Zeichen Gottes für einen geringen Preis. Jene haben ihren
Lohn bei ihrem Herrn. Gott ist schnell im Abrechnen. |
| 3:200 | O ihr,
die ihr glaubt, seid geduldig und miteinander standhaft und
einsatzbereit. Und fürchtet Gott, auf daß es euch wohl ergehe. |