Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
| 4:1 | O
ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, der euch aus einem einzigen Wesen
erschuf, aus ihm seine Gattin erschuf und aus ihnen beiden viele Männer
und Frauen entstehen und sich ausbreiten ließ. Und fürchtet Gott, in
dessen Namen ihr einander bittet, und (achtet) die
Verwandtschaftsbande. Gott ist Wächter über euch. |
| 4:2 | Und gebt
den Waisen ihr Vermögen und tauscht nicht Schlechtes gegen Gutes aus.
Und zehrt nicht ihr Vermögen auf zu eurem Vermögen hinzu. Das wäre eine
große Sünde. |
| 4:3 | Und wenn
ihr fürchtet, gegenüber den Waisen nicht gerecht zu sein, dann
heiratet, was euch an Frauen beliebt, zwei, drei oder vier. Wenn ihr
aber fürchtet, (sie) nicht gleich zu behandeln, dann nur eine, oder was
eure rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt. Das bewirkt es eher, daß ihr
euch vor Ungerechtigkeit bewahrt. |
| 4:4 | Und gebt
den Frauen ihre Morgengabe als Geschenk. Wenn sie euch freiwillig etwas
davon überlassen, so könnt ihr es verbrauchen, und es wird euch zur
Freude und zum Wohl sein. |
| 4:5 | Und gebt
nicht den Toren euer Vermögen, durch das Gott euch einen Unterhalt
verschafft hat. Versorgt sie damit und kleidet sie, und sagt zu ihnen,
was sich geziemt. |
| 4:6 | Und prüft
die Waisen. Sobald sie das Heiratsalter erreicht haben, übergebt ihnen
ihr Vermögen, wenn ihr bei ihnen einen rechten Wandel feststellt. Und
zehrt es nicht verschwenderisch und voreilig auf, bevor sie älter
werden. Und wer nicht darauf angewiesen ist, soll sich enthalten; wer
arm ist, soll in rechtlicher Weise davon zehren. Und wenn ihr ihnen ihr
Vermögen übergebt, dann laßt es gegen sie bezeugen. Und Gott genügt als
der, der abrechnet. |
| 4:7 | Den
Männern steht ein Teil von dem, was die Eltern und die Angehörigen
hinterlassen, zu, und den Frauen steht ein Teil von dem, was die Eltern
und die Angehörigen hinterlassen, zu, mag es wenig oder viel sein;
(dies gilt) als Pflichtanteil. |
| 4:8 | Und wenn
die Verwandten, die Waisen und die Bedürftigen bei der Teilung zugegen
sind, so gebt ihnen etwas davon und sagt zu ihnen, was sich geziemt. |
| 4:9 | Fürchten
sollen sich diejenigen, die, wenn sie selbst schwache Nachkommen
hinterlassen würden, besorgt um sie wären. Sie sollen Gott fürchten und
zutreffende Worte sprechen. |
| 4:10 | Diejenigen,
die das Vermögen der Waisen zu Unrecht verzehren, verzehren nur Feuer
in ihrem Bauch. Und sie werden in einem Feuerbrand brennen. |
| 4:11 | Gott
trägt euch in bezug auf eure Kinder (folgendes) auf: Einem männlichen
Kind steht soviel wie der Anteil von zwei weiblichen zu; sind es nur
Frauen, über zwei an der Zahl, so stehen ihnen zwei Drittel dessen, was
er hinterläßt, zu; ist es nur eine, so steht ihr die Hälfte zu. Den
beiden Eltern steht jedem von ihnen ein Sechstel dessen, was er
hinterläßt, zu, wenn er Kinder hat; wenn er keine Kinder hat und seine
Eltern ihn beerben, so steht seiner Mutter ein Drittel zu. Hat er
Brüder, so steht seiner Mutter ein Sechstel zu. (Dies gilt) nach
Berücksichtigung eines Testamentes, das er etwa gemacht hat, oder einer
(bestehenden) Schuld. - Eure Väter und eure Söhne: Ihr wißt nicht, wer
von ihnen euch im Nutzen nähersteht. - (Dies ist) eine Pflicht von
seiten Gottes. Gott weiß Bescheid und ist weise. |
| 4:12 | Euch
steht die Hälfte dessen, was eure Gattinnen hinterlassen, zu, wenn sie
keine Kinder haben. Wenn sie Kinder haben, dann steht euch ein Viertel
dessen, was sie hinterlassen, zu, und zwar nach Berücksichtigung eines
Testamentes, das sie etwa gemacht haben, oder einer (bestehenden)
Schuld. Und es steht ihnen ein Viertel dessen, was ihr hinterlaßt, zu,
wenn ihr keine Kinder habt. Wenn ihr Kinder habt, dann steht ihnen ein
Achtel dessen, was ihr hinterlaßt, zu, und zwar nach Berücksichtigung
eines Testamentes, das ihr etwa gemacht habt, oder einer (bestehenden)
Schuld. Und wenn ein Mann oder eine Frau von seitlichen Verwandten
beerbt wird und er einen Bruder oder eine Schwester hat, dann steht
einem jeden von ihnen ein Sechstel zu. Sind es mehr, dann teilen sie
sich in ein Drittel, und zwar nach Berücksichtigung eines Testamentes,
das er etwa gemacht hat, oder einer (bestehenden) Schuld. Es soll kein
Schaden zugefügt werden. (Dies ist) ein Auftrag von Seiten Gottes. Gott
weiß Bescheid und ist langmütig. |
| 4:13 | Das sind
die Rechtsbestimmungen Gottes. Wer Gott und seinem Gesandten gehorcht,
den läßt Er in Gärten eingehen, unter denen Bäche fließen; darin werden
sie ewig weilen. Das ist der großartige Erfolg. |
| 4:14 | Und wer
gegen Gott und seinen Gesandten ungehorsam ist und seine
Rechtsbestimmungen übertritt, den läßt Er in ein Feuer eingehen; darin
wird er ewig weilen. Und bestimmt ist für ihn eine schmähliche Pein. |
| 4:15 | Gegen
diejenigen von euren Frauen, die Schändliches begehen, müßt ihr vier
von euch zeugen lassen. Wenn sie es bezeugen, dann haltet sie in den
Häusern fest, bis der Tod sie abberuft oder Gott ihnen einen Ausweg
verschafft. |
| 4:16 | Und wenn
zwei von euch es begehen, dann fügt ihnen beiden Leid zu. Wenn sie
bereuen und Besserung zeigen, dann laßt von ihnen ab. Gott schenkt
Zuwendung und ist barmherzig. |
| 4:17 | Gott
obliegt es, sich denen (gnädig) zuzuwenden, die aus Unwissenheit das
Böse tun und die dann bald darauf bereuen. Diesen schenkt Gott
Zuwendung. Gott weiß Bescheid und ist weise. |
| 4:18 | Die
gnädige Zuwendung gilt aber nicht für die, welche die bösen Taten
begehen, so daß erst, wenn der Tod einem von ihnen naht, dieser sagt:
»Ich bereue jetzt«; und auch nicht für die, die als Ungläubige sterben.
Diesen haben Wir eine schmerzliche Pein bereitet. |
| 4:19 | O ihr,
die ihr glaubt, es ist euch nicht erlaubt, die Frauen wider ihren
Willen zu erben. Und setzt ihnen nicht zu, um etwas von dem zu nehmen,
was ihr ihnen zukommen ließet, es sei denn, sie begehen eine eindeutige
schändliche Tat. Und geht mit ihnen in rechtlicher Weise um. Wenn sie
euch zuwider sind, so ist euch vielleicht etwas zuwider, während Gott
viel Gutes in es hineinlegt. |
| 4:20 | Und wenn
ihr eine Gattin gegen eine (andere) Gattin eintauschen wollt und ihr
der einen von ihnen einen Zentner habt zukommen lassen, so nehmt nichts
davon. Wollt ihr es denn durch Verleumdung und offenkundige Sünde
nehmen? |
| 4:21 | Wie könnt
ihr es nehmen, wo ihr bereits zueinander eingegangen seid und wo sie
von euch eine feste Verpflichtung entgegengenommen haben? |
| 4:22 | Und
heiratet nicht solche Frauen, die (vorher) eure Väter geheiratet haben,
abgesehen von dem, was bereits geschehen ist. Das ist etwas
Schändliches und Abscheuliches und ein übler Weg. |
| 4:23 | Verboten
ist auch, zu heiraten eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure
Tanten väterlicherseits und eure Tanten mütterlicherseits, die Töchter
des Bruders und die Töchter der Schwester, eure Mütter, die euch
gestillt haben, und eure Milchschwestern, die Mütter eurer Frauen, eure
Stieftöchter, die sich in eurem Schutz befinden und von euren Frauen
stammen, zu denen ihr eingegangen seid - wenn ihr zu ihnen noch nicht
eingegangen seid, dann ist es für euch kein Vergehen -, und die
Ehefrauen eurer Söhne, die aus euren Lenden stammen. (Verboten ist)
auch, daß ihr zwei Schwestern zur Frau zusammen habt, abgesehen von
dem, was bereits geschehen ist. Gott ist voller Vergebung und
barmherzig. |
| 4:24 | Und
(verboten ist, zu heiraten) die unter Schutz Gestellten unter den
Frauen, ausgenommen das, was eure rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt.
Das ist die Vorschrift Gottes für euch. Erlaubt ist euch, was jenseits
dieser (Gruppe) liegt, daß ihr euch mit eurem Vermögen (Frauen) sucht
in der Absicht, (sie) unter Schutz zu stellen und nicht Unzucht zu
treiben. Denen unter ihnen, die ihr genossen habt, sollt ihr - das ist
eine Rechtspflicht - ihren Lohn geben. Es besteht für euch kein
Vergehen, wenn ihr, nachdem die Rechtspflicht festgesetzt ist, darüber
hinaus etwas in gegenseitigem Einvernehmen vereinbart. Gott weiß
Bescheid und ist weise. |
| 4:25 | Wer von
euch keine Mittel besitzt, um unter Schutz gestellte gläubige Frauen zu
heiraten, der soll Frauen heiraten aus den Reihen der gläubigen Mägde,
die eure rechte Hand besitzt. Gott weiß besser Bescheid über euren
Glauben. Die einen von euch stammen ja von den anderen. So heiratet sie
mit der Erlaubnis ihrer Herren und gebt ihnen ihren Lohn in rechtlicher
Weise, als unter Schutz gestellten Frauen, die nicht Unzucht treiben
und sich keine Liebhaber nehmen. Wenn sie unter Schutz gestellt worden
sind und dann Schändliches begehen, steht für sie darauf an Pein die
Hälfte dessen, was für die unter Schutz gestellten Frauen steht. Dies
gilt für denjenigen von euch, der die Bedrängnis fürchtet. Und wenn ihr
euch geduldig zeigt, so ist es besser für euch. Und Gott ist voller
Vergebung und barmherzig. |
| 4:26 | Gott will
es euch deutlich machen und euch zu den Verfahrensweisen derer, die vor
euch lebten, leiten und sich euch zuwenden. Gott weiß Bescheid und ist
weise. |
| 4:27 | Und Gott
will sich euch zuwenden; diejenigen aber, die den Begierden folgen,
wollen, daß ihr eine gewaltige Abweichung vollzieht. |
| 4:28 | Gott will euch Erleichterung gewähren. Der Mensch ist ja schwach erschaffen worden. |
| 4:29 | O ihr,
die ihr glaubt, verzehrt nicht untereinander euer Vermögen durch
Betrug, es sei denn, es geht um einen Handel in gegenseitigem
Einvernehmen. Und tötet nicht einander. Gott ist barmherzig zu euch. |
| 4:30 | Wer es (doch) in Übertretung und Unrecht tut, den werden Wir in einem Feuer brennen lassen. Das ist Gott ein leichtes. |
| 4:31 | Wenn ihr
die schweren Vergehen meidet von dem, was euch untersagt ist, sühnen
Wir euch eure Missetaten und gewähren euch einen ehrenvollen Eingang
(ins Paradies). |
| 4:32 | Und
wünscht euch nicht das, womit Gott die einen von euch vor den anderen
bevorzugt hat. Die Männer erhalten einen Anteil von dem, was sie
erworben haben, und die Frauen erhalten einen Anteil von dem, was sie
erworben haben. Und bittet Gott um etwas von seiner Huld. Gott weiß
über alle Dinge Bescheid. |
| 4:33 | Einem
jeden haben Wir Erbfolger gegeben in bezug auf das, was die Eltern und
die Angehörigen hinterlassen. Und gebt denjenigen, mit denen euch eure
Eide verbinden, ihren Anteil. Gott ist ja über alle Dinge Zeuge. |
| 4:34 | Die
Männer haben Vollmacht und Verantwortung gegenüber den Frauen, weil
Gott die einen vor den anderen bevorzugt hat und weil sie von ihrem
Vermögen (für die Frauen) ausgeben. Die rechtschaffenen Frauen sind
demütig ergeben und bewahren das, was geheimgehalten werden soll, da
Gott es geheimhält. Ermahnt diejenigen, von denen ihr Widerspenstigkeit
befürchtet, und entfernt euch von ihnen in den Schlafgemächern und
schlagt sie. Wenn sie euch gehorchen, dann wendet nichts Weiteres gegen
sie an. Gott ist erhaben und groß. |
| 4:35 | Und wenn
ihr ein Zerwürfnis zwischen beiden (Ehepartnern) befürchtet, dann
bestellt einen Schiedsrichter aus seiner Familie und einen
Schiedsrichter aus ihrer Familie. Wenn sie sich aussöhnen wollen, wird
Gott ihnen Eintracht schenken. Gott weiß Bescheid und hat Kenntnis von
allem. |
| 4:36 | Und dient
Gott und gesellt Ihm nichts bei. Und behandelt die Eltern gut und die
Verwandten, die Waisen, die Bedürftigen, den verwandten Beisassen, den
fremden Beisassen, den Gefährten an eurer Seite, den Reisenden und das,
was eure rechte Hand besitzt. Gott liebt die nicht, die eingebildet und
prahlerisch sind, |
| 4:37 | Die
geizen und den Leuten befehlen, geizig zu sein, und die verschweigen,
was Gott ihnen von seiner Huld hat zukommen lassen - Wir haben den
Ungläubigen eine schmähliche Pein bereitet -, |
| 4:38 | Und die
ihr Vermögen spenden, um von den Menschen gesehen zu werden, und nicht
an Gott glauben, und auch nicht an den Jüngsten Tag. Und wenn einer den
Satan zum Gesellen hat, so ist das ein schlimmer Geselle. |
| 4:39 | Was würde
ihnen (Schlimmes) widerfahren, wenn sie an Gott und den Jüngsten Tag
glaubten und von dem spendeten, was Gott ihnen beschert hat? Und Gott
weiß über sie Bescheid. |
| 4:40 | Gott tut
nicht einmal im Gewicht eines Stäubchens Unrecht. Und wenn es eine gute
Tat ist, so wird Er sie verdoppeln und von sich her einen großartigen
Lohn zukommen lassen. |
| 4:41 | Wie wird es sein, wenn Wir von jeder Gemeinschaft einen Zeugen beibringen und dich als Zeugen über diese beibringen? |
| 4:42 | An jenem
Tag werden diejenigen, die ungläubig und gegen den Gesandten ungehorsam
waren, wünschen, sie würden dem Erdboden gleichgemacht, und sie werden
vor Gott keine Aussage verschweigen. |
| 4:43 | O ihr,
die ihr glaubt, kommt nicht zum Gebet, während ihr betrunken seid, bis
ihr wißt, was ihr sagt, und auch nicht sexuell verunreinigt - es sei
denn, ihr geht vorbei -, bis ihr euch gewaschen habt. Und wenn ihr
krank oder auf Reisen seid, oder wenn einer von euch vom Abort kommt
oder wenn ihr die Frauen berührt habt und ihr kein Wasser findet, dann
sucht --einen sauberen Boden und streicht euch über das Gesicht und die
Hände. Gott ist voller Verzeihung und Vergebung. |
| 4:44 | Hast du
nicht auf jene geschaut, denen ein Anteil am Buch zugekommen ist, wie
sie den Irrtum erkaufen und wollen, daß ihr vom Weg abirrt? |
| 4:45 | Gott weiß besser über eure Feinde Bescheid. Und Gott genügt als Freund, und Gott genügt als Helfer. |
| 4:46 | Unter
denen, die Juden sind, entstellen einige den Sinn der Worte und sagen:
»Wir hören, und wir gehorchen nicht«, und: »Höre zu, ohne daß du hören
kannst«, und: »Achte auf uns« (raainaa); sie verdrehen dabei ihre
Zungen und greifen die Religion an. Hätten sie gesagt: »Wir hören, und
wir gehorchen«, und: »Höre«, und: »Schau auf uns« (unzurnaa), wäre es
besser und richtiger für sie. Aber Gott hat sie wegen ihres Unglaubens
verflucht, so glauben sie nur wenig. |
| 4:47 | O ihr,
denen das Buch zugekommen ist, glaubt an das, was Wir hinabgesandt
haben zur Bestätigung dessen, was bei euch ist, bevor Wir bestimmte
Gesichter auswischen und sie auf ihren Rücken kehren oder sie
verfluchen, wie Wir die Gefährten des Sabbats verflucht haben. Und der
Befehl Gottes wird ausgeführt. |
| 4:48 | Gott
vergibt nicht, daß Ihm beigesellt wird, und Er vergibt, was darunter
liegt, wem Er will. Und wer Gott (andere) beigesellt, hat eine
gewaltige Sünde erdichtet. |
| 4:49 | Hast du
nicht auf jene geschaut, die sich selbst für rein erklären? Nein, Gott
erklärt rein, wen Er will, und ihnen wird nicht ein Dattelfädchen
Unrecht getan. |
| 4:50 | Schau, wie sie gegen Gott Lügen erdichten! Dies genügt als offenkundige Sünde. |
| 4:51 | Hast du
nicht auf jene geschaut, denen ein Anteil am Buch zugekommen ist, wie
sie an die nutzlose Magie und an die Götzen glauben und von denen, die
ungläubig sind, sagen: »Diese folgen einem rechteren Weg als die, die
glauben«? |
| 4:52 | Das sind die, die Gott verflucht hat. Und wen Gott verflucht, für den wirst du keinen Helfer finden. |
| 4:53 | Oder
haben sie etwa einen Anteil an der Königsherrschaft? Auch dann würden
sie den Menschen nicht einmal ein Dattelgrübchen zukommen lassen. |
| 4:54 | Oder
beneiden sie die Menschen um das, was ihnen Gott von seiner Huld hat
zukommen lassen? Wir ließen ja der Sippe Abrahams das Buch und die
Weisheit zukommen, und Wir ließen ihnen eine gewaltige Königsherrschaft
zukommen. |
| 4:55 | Unter
ihnen gab es solche, die daran glaubten, und unter ihnen gab es solche,
die sich davon abwandten. Und die Hölle genügt als Feuerbrand. |
| 4:56 | Diejenigen,
die unsere Zeichen verleugnen, werden Wir in einem Feuer brennen
lassen. Sooft ihre Häute gar sind, tauschen Wir ihnen andere Häute
(dagegen) ein, damit sie die Pein kosten. Gott ist mächtig und weise. |
| 4:57 | Und
diejenigen, die glauben und die guten Werke tun, werden Wir in Gärten
eingehen lassen, unter denen Bäche fließen; darin werden sie auf immer
ewig weilen. Darin sind geläuterte Gattinnen. Und Wir werden sie in
einen ausgedehnten Schatten eingehen lassen. |
| 4:58 | Gott
befiehlt euch, anvertraute Güter ihren Eigentümern zurückzugeben und,
wenn ihr unter den Menschen urteilt, nach Gerechtigkeit zu urteilen.
Wie trefflich ist das, womit Gott euch ermahnt! Gott sieht und hört
alles. |
| 4:59 | O ihr,
die ihr glaubt, gehorchet Gott und gehorchet dem Gesandten und den
Zuständigen unter euch. Wenn ihr über etwas streitet, so bringt es vor
Gott und den Gesandten, so ihr an Gott und den Jüngsten Tag glaubt. Das
ist besser und führt zu einem schöneren Ergebnis. |
| 4:60 | Hast du
nicht auf jene geschaut, die behaupten, sie glaubten an das, was zu dir
herabgesandt wurde, und an das, was vor dir herabgesandt wurde, wie sie
die Streitsachen vor die Götzen bringen wollen, wo ihnen doch befohlen
wurde, sie zu verleugnen? Und der Satan will sie weit abirren lassen. |
| 4:61 | Und wenn
zu ihnen gesagt wird: »Kommt her zu dem, was Gott herabgesandt hat, und
zum Gesandten«, siehst du die Heuchler sich klar von dir abwenden. |
| 4:62 | Wie wird
es wohl sein, wenn sie ein Unglück trifft für das, was ihre Hände
vorausgeschickt haben, und sie zu dir kommen und bei Gott schwören:
»Wir wollten es ja nur gutmachen und Einvernehmen schaffen«? |
| 4:63 | Das sind
die, von denen Gott weiß, was in ihrem Herzen ist. Wende dich von ihnen
ab, ermahne sie und sprich zu ihnen über sie selbst eindringliche Worte. |
| 4:64 | Und Wir
haben die Gesandten nur deswegen entsandt, damit man ihnen gehorcht mit
der Erlaubnis Gottes. Würden sie, da sie gegen sich selbst Unrecht
verübt haben, zu dir kommen und Gott um Vergebung bitten, und würde der
Gesandte für sie um Vergebung bitten, so würden sie sicher finden, daß
Gott sich gnädig zuwendet und barmherzig ist. |
| 4:65 | Nein, bei
deinem Herrn, sie glauben nicht (wirklich), bis sie dich zum
Schiedsrichter nehmen über das, was zwischen ihnen umstritten ist, und
danach wegen deiner Entscheidung keine Bedrängnis in ihrem Inneren
spüren, sondern sich in völliger Ergebung fügen. |
| 4:66 | Und wenn
Wir ihnen vorgeschrieben hätten: Tötet einander oder zieht aus euren
Wohnstätten aus, sie hätten es nicht getan, bis auf wenige von ihnen.
Würden sie doch das tun, wozu sie ermahnt werden, es wäre sicher besser
für sie und würde sie stärker festigen, |
| 4:67 | Und Wir würden ihnen von Uns her einen großartigen Lohn zukommen lassen, |
| 4:68 | Und Wir würden sie einen geraden Weg führen. |
| 4:69 | Diejenigen,
die Gott und dem Gesandten gehorchen, befinden sich mit denen, die Gott
begnadet hat, von den Propheten, den Wahrhaftigen, den Märtyrern und
den Rechtschaffenen. Welch treffliche Gefährten sind es! |
| 4:70 | Das ist die Huld Gottes. Und Gott genügt als der, der Bescheid weiß. |
| 4:71 | O ihr, die ihr glaubt, seid auf eurer Hut, und rückt in Trupps aus oder rückt zusammen aus. |
| 4:72 | Unter
euch gibt es manch einen, der langsam ausrückt; und wenn euch ein
Unglück trifft, sagt er: »Gott hat mir Gnade erwiesen, da ich nicht mit
ihnen dabei war.« |
| 4:73 | Und wenn
euch eine Huld von Gott her zuteil wird, sagt er sicher, als hätte
zwischen euch und ihm nie Liebe bestanden: »O wäre ich doch mit ihnen
gewesen, so hätte ich einen großartigen Erfolg erlangt!« |
| 4:74 | So sollen
diejenigen, die das diesseitige Leben gegen das Jenseits verkaufen, auf
dem Weg Gottes kämpfen. Und wer auf dem Weg Gottes kämpft und daraufhin
getötet wird oder siegt, dem werden Wir einen großartigen Lohn zukommen
lassen. |
| 4:75 | Was
hindert euch daran, zu kämpfen auf dem Weg Gottes und für diejenigen
unter den Männern, den Frauen und den Kindern, die wie Schwache
behandelt werden und die sagen: »Unser Herr, führe uns aus dieser Stadt
hinaus, deren Einwohner Unrecht tun, und bestelle uns von Dir her einen
Freund, und bestelle uns von Dir her einen Helfer« ? |
| 4:76 | Diejenigen,
die glauben, kämpfen auf dem Weg Gottes. Und diejenigen, die ungläubig
sind, kämpfen auf dem Weg der Götzen. So kämpft gegen die Freunde des
Satans. Die List des Satans ist schwach. |
| 4:77 | Hast du
nicht auf jene geschaut, zu denen gesagt wurde: »Haltet eure Hände
zurück und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe« ? Als ihnen
dann der Kampf vorgeschrieben wurde, hatte plötzlich ein Teil von ihnen
eine solche Furcht vor den Menschen wie die Furcht vor Gott oder eine
noch stärkere Furcht. Und sie sagten: »Unser Herr, warum hast Du uns
den Kampf vorgeschrieben ? Hättest Du uns doch für eine kurze Frist
zurückgestellt!« Sprich: Die Nutznießung des Diesseits ist gering, und
das Jenseits ist besser für den, der gottesfürchtig ist. Und euch wird
nicht ein Dattelfädchen Unrecht getan. |
| 4:78 | Wo immer
ihr seid, der Tod wird euch erreichen, auch wenn ihr in hochgebauten
Burgen wäret. Wenn sie etwas Gutes trifft, sagen sie: »Das ist von
Gott.« Und wenn sie etwas Schlechtes trifft, sagen sie: »Das ist von
dir.« Sprich: Alles ist von Gott. Was ist mit diesen Leuten los, daß
sie kaum eine Aussage begreifen? |
| 4:79 | Was dich
an Gutem trifft, ist von Gott. Und was dich an Schlechtem trifft, ist
von dir selbst. Und Wir haben dich zum Gesandten für die Menschen
entsandt. Und Gott genügt als Zeuge. |
| 4:80 | Wer dem
Gesandten gehorcht, gehorcht Gott. Und wenn jemand sich abkehrt -
siehe, Wir haben dich nicht als Hüter über sie gesandt. |
| 4:81 | Und sie
sagen: »(Wir leisten) Gehorsam. « Wenn sie jedoch von dir weggehen,
beschließt eine Gruppe von ihnen im Dunkeln etwas anderes als das, was
du sagst. Und Gott schreibt, was sie im Dunkeln beschließen, auf. Darum
wende dich von ihnen ab und vertrau auf Gott. Gott genügt als
Sachwalter. |
| 4:82 | Betrachten
sie denn nicht sorgfältig den Koran? Wenn er von einem anderen als Gott
wäre, würden sie in ihm viel Widerspruch finden. |
| 4:83 | Und wenn
zu ihnen etwas durchdringt, das Sicherheit oder Angst hervorruft,
verbreiten sie es. Würden sie es aber vor den Gesandten und die
Zuständigen unter ihnen bringen, so würden es diejenigen von ihnen, die
es herauszubekommen verstehen, (zu beurteilen) wissen. Und ohne die
Huld Gottes gegen euch und seine Barmherzigkeit wäret ihr bis auf
wenige dem Satan gefolgt. |
| 4:84 | So kämpfe
auf dem Weg Gottes. Du hast dich nur für dich selbst zu verantworten.
Und sporne die Gläubigen an, vielleicht wird Gott die Schlagkraft
derer, die ungläubig sind, zurückhalten. Und Gott besitzt eine noch
stärkere Schlagkraft und verhängt eine noch härtere Strafe. |
| 4:85 | Wer eine
gute Fürbitte einlegt, erhält einen Anteil daran. Und wer eine
schlechte Fürbitte einlegt, erhält einen entsprechenden Anteil daran.
Gott umsorgt und überwacht alle Dinge. |
| 4:86 | Wenn ihr
mit einem Gruß begrüßt werdet, dann grüßt mit einem noch schöneren
Gruß, oder erwidert ihn. Und Gott rechnet über alle Dinge ab. |
| 4:87 | Gott, es
gibt keinen Gott außer Ihm. Er wird euch sicher zu dem Tag der
Auferstehung versammeln, an dem kein Zweifel möglich ist. Und wer ist
wahrhaftiger als Gott in seinen Aussagen? |
| 4:88 | Wieso
seid ihr im Hinblick auf die Heuchler zwei Gruppen, wo Gott sie (in den
alten Zustand) zurückversetzt hat wegen dessen, was sie erworben haben?
Wollt ihr denn rechtleiten, wen Gott irregeführt hat? Wen Gott
irreführt, für den findest du keinen Weg. |
| 4:89 | Sie
möchten gern, ihr würdet ungläubig, wie sie ungläubig sind, so daß ihr
ihnen gleich würdet. So nehmt euch niemanden von ihnen zum Freund, bis
sie auf dem Weg Gottes auswandern. Wenn sie sich abkehren, dann greift
sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch niemanden
von ihnen zum Freund oder Helfer, |
| 4:90 | Mit
Ausnahme derer, die zu Leuten gelangen, zwischen denen und euch ein
Vertrag besteht, oder zu euch kommen, weil Beklommenheit ihre Brust
befallen hat, gegen euch zu kämpfen oder gegen ihre (eigenen) Leute zu
kämpfen - und wenn Gott gewollt hätte, hätte Er ihnen Gewalt über euch
verliehen, und dann hätten sie gewiß gegen euch gekämpft. Wenn sie sich
von euch fernhalten und nicht gegen euch kämpfen und euch Frieden
anbieten, dann erlaubt euch Gott nicht, gegen sie vorzugehen. |
| 4:91 | Ihr
werdet andere finden, die vor euch Sicherheit und auch vor ihren
(eigenen) Leuten Sicherheit haben wollen. Jedesmal, wenn sie der
Verführung unterworfen werden, werden sie dadurch (in den alten
Zustand) zurückversetzt. Wenn sie sich nicht von euch fernhalten und
euch nicht den Frieden anbieten und ihre Hände nicht zurückhalten, dann
greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie trefft. Über solche Leute
haben Wir euch eine offenkundige Gewalt verliehen. |
| 4:92 | Es steht
einem Gläubigen nicht zu, einen Gläubigen zu töten, es sei denn, (es
geschieht) aus Versehen. Wer einen Gläubigen aus Versehen tötet, hat
einen gläubigen Sklaven zu befreien oder ein Blutgeld an seine
Angehörigen zu übergeben, es sei denn, sie erlassen es als Almosen.
Wenn er zu Leuten gehört, die eure Feinde sind, während er ein
Gläubiger ist, so ist ein gläubiger Sklave zu befreien. Und wenn er zu
Leuten gehört, zwischen denen und euch ein Vertrag besteht, dann ist
ein Blutgeld an seine Angehörigen auszuhändigen und ein gläubiger
Sklave zu befreien. Wer es nicht vermag, der hat zwei Monate
hintereinander zu fasten. Das ist eine Zuwendung von Seiten Gottes. Und
Gott weiß Bescheid und ist weise. |
| 4:93 | Und wer
einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Lohn ist die Hölle; darin
wird er ewig weilen. Und Gott zürnt ihm und verflucht ihn und bereitet
ihm eine gewaltige Pein. |
| 4:94 | O ihr,
die ihr glaubt, wenn ihr auf dem Weg Gottes im Land umherwandert, so
stellt die Lage eindeutig fest und sagt nicht zu dem, der euch den
Frieden anbietet: »Du bist kein Gläubiger«, im Trachten nach den Gütern
des diesseitigen Lebens. Gott schafft doch viele Möglichkeiten, Beute
zu erzielen. So seid ihr früher gewesen, da hat Gott euch eine Wohltat
erwiesen. Stellt also die Lage eindeutig fest. Gott hat Kenntnis von
dem, was ihr tut. |
| 4:95 | Nicht
gleich sind diejenigen unter den Gläubigen, die daheim sitzen, ohne ein
Gebrechen zu haben, und diejenigen, die sich auf dem Weg Gottes mit
ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person einsetzen. Gott bevorzugt
diejenigen, die sich mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person
einsetzen, um eine ganze Stufe vor denen, die daheim sitzen. Einem
jeden hat Gott das Beste versprochen. Doch hat Gott diejenigen, die
sich einsetzen, vor denen, die daheim sitzen, bevorzugt mit einem
großartigen Lohn, |
| 4:96 | Mit Rangstufen von Ihm her, mit Vergebung und Barmherzigkeit. Gott ist voller Vergebung und barmherzig. |
| 4:97 | Zu denen,
die die Engel abberufen, während sie gegen sich selbst Unrecht verübt
haben, sagen diese: »Wie war euer Zustand?« Sie sagen: »Wir wurden auf
der Erde wie Schwache behandelt.« Sie sagen: »War denn die Erde Gottes
nicht weit genug, so daß ihr auf ihr hättet auswandern können?« Diese
haben die Hölle zur Heimstätte - welch schlimmes Ende! |
| 4:98 | - mit
Ausnahme derer unter den Männern, Frauen und Kindern, die wie Schwache
behandelt wurden und sich keine List erdenken konnten und keinen
rechten Weg fanden. |
| 4:99 | Diesen möge der Herr verzeihen! Und Gott ist voller Verzeihung und Vergebung. |
| 4:100 | Wer auf
dem Weg Gottes auswandert, findet auf der Erde viele Auswege und
ergiebige Versorgung. Und wer aus seinem Haus hinausgeht, um zu Gott
und seinem Gesandten auszuwandern, und dann vom Tod ereilt wird, dessen
Lohn obliegt Gott. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig. |
| 4:101 | Und wenn
ihr im Land umherwandert, ist es für euch kein Vergehen, das Gebet
abzukürzen, falls ihr Angst habt, daß diejenigen, die ungläubig sind,
euch der Anfechtung aussetzen. Die Ungläubigen sind euch ja ein
offenkundiger Feind. |
| 4:102 | Und wenn
du unter ihnen weilst und für sie das Gebet anführst, so soll sich eine
Gruppe von ihnen mit dir aufstellen und ihre Waffen ergreifen. Wenn sie
sich niederwerfen, so sollen die anderen hinter euch sein. Dann soll
eine andere Gruppe, die noch nicht gebetet hat, kommen und mit dir
beten, und sie sollen auf ihrer Hut sein und ihre Waffen ergreifen.
Diejenigen, die ungläubig sind, möchten gern, ihr würdet auf eure
Waffen und eure Sachen nicht achtgeben, so daß sie euch auf einmal
überfallen. Und es ist für euch kein Vergehen, wenn ihr unter dem Regen
zu leiden habt und krank seid, eure Waffen abzulegen. Und seid auf
eurer Hut. Gott hat den Ungläubigen eine schmähliche Pein bereitet. |
| 4:103 | Und wenn
ihr das Gebet beendet habt, dann gedenket Gottes im Stehen und Sitzen
und auf euren Seiten liegend. Und wenn ihr Ruhe habt, dann verrichtet
das Gebet. Das Gebet ist für die Gläubigen eine für bestimmte Zeiten
festgesetzte Vorschrift. |
| 4:104 | Und
erlahmt nicht in der Verfolgung der Leute. Wenn ihr leidet, so leiden
sie auch, wie ihr leidet; ihr aber erhofft von Gott, was sie nicht
erhoffen. Gott weiß Bescheid und ist weise. |
| 4:105 | Wir
haben zu dir das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt, damit du zwischen
den Menschen nach dem urteilst, was Gott dich hat sehen lassen. Und sei
nicht ein Anwalt der Verräter, |
| 4:106 | Und bitte Gott um Vergebung. Gott ist voller Vergebung und barmherzig. |
| 4:107 | Und streite nicht zugunsten derer, die sich selbst betrügen. Gott liebt den nicht, der ein Betrüger und ein Sünder ist. |
| 4:108 | Sie
verbergen sich vor den Menschen, sie können sich aber vor Gott nicht
verbergen, wo Er bei ihnen ist, wenn sie im Dunkeln Verabredungen
treffen, die Ihm nicht gefallen. Und Gott umfaßt, was sie tun. |
| 4:109 | Da habt
ihr zu ihren Gunsten im diesseitigen Leben gestritten. Wer wird denn am
Tag der Auferstehung mit Gott zu ihren Gunsten streiten, oder wer wird
als Sachwalter über sie eingesetzt? |
| 4:110 | Wer
Böses begeht oder sich selbst Unrecht tut und dann Gott um Vergebung
bittet, der wird finden, daß Gott voller Vergebung und barmherzig ist. |
| 4:111 | Und wer eine Sünde erwirbt, erwirbt sie zu seinem eigenen Schaden. Und Gott weiß Bescheid und ist weise. |
| 4:112 | Und wer
eine Verfehlung oder eine Sünde erwirbt und sie dann einem Unschuldigen
vorwirft, der lädt auf sich eine Verleumdung und eine offenkundige
Sünde. |
| 4:113 | Und ohne
die Huld Gottes gegen dich und seine Barmherzigkeit wäre eine Gruppe
von ihnen im Begriff gewesen, dich irrezuführen; aber sie führen nur
sich selbst in die Irre, und sie schaden dir nichts. Und Gott hat auf
dich das Buch und die Weisheit herabgesandt und dich gelehrt, was du
nicht wußtest. Und die Huld Gottes gegen dich ist gewaltig. |
| 4:114 | Nichts
Gutes liegt in einem großen Teil ihrer vertraulichen Gespräche, es sei
denn, wenn einer zu einem Almosen oder zu einer rechten Tat oder zur
Aussöhnung zwischen den Menschen auffordert. Und wer dies im Streben
nach dem Wohlgefallen Gottes tut, dem werden Wir einen großartigen Lohn
zukommen lassen. |
| 4:115 | Wer sich
dem Gesandten widersetzt, nachdem ihm die Rechtleitung deutlich
geworden ist, und einem anderen Weg als dem der Gläubigen folgt, den
lassen Wir verfolgen, was er verfolgt hat, und in der Hölle brennen -
welch schlimmes Ende! |
| 4:116 | Gott
vergibt nicht, daß Ihm (etwas) beigesellt wird, und Er vergibt, was
darunter liegt, wem Er will. Und wer Gott (andere) beigesellt, der ist
weit abgeirrt. |
| 4:117 | Sie rufen ja statt Seiner weibliche Wesen an, sie rufen ja einen rebellischen Satan an, |
| 4:118 | Den Gott verfluchte und der sagte: »Ich werde mir von deinen Dienern einen festgesetzten Anteil nehmen, |
| 4:119 | Und ich
werde sie irreführen, und ich werde sie Wünschen nachjagen lassen, und
ich werde ihnen befehlen, und sie werden die Ohren der Herdentiere
abschneiden, und ich werde ihnen befehlen, und sie werden die Schöpfung
Gottes verändern.« Und wer sich den Satan anstelle Gottes zum Freund
nimmt, der wird einen offenkundigen Verlust erleiden. |
| 4:120 | Er macht ihnen Versprechungen und läßt sie Wünschen nachjagen. Und der Satan verspricht ihnen nur Betörung. |
| 4:121 | Diese haben die Hölle zur Heimstätte, und sie werden kein Mittel finden, ihr zu entrinnen. |
| 4:122 | Diejenigen,
die glauben und die guten Werke tun, werden Wir in Gärten eingehen
lassen, unter denen Bäche fließen; darin werden sie auf immer ewig
weilen. Das ist das Versprechen Gottes in Wahrheit, und wer ist
wahrhaftiger als Gott in seiner Aussage? |
| 4:123 | Weder
nach euren Wünschen noch nach den Wünschen der Leute des Buches geht
es. Wer Böses tut, dem wird danach vergolten, und er wird für sich
anstelle Gottes weder Freund noch Helfer finden. |
| 4:124 | Diejenigen,
die etwas von den guten Werken tun, ob Mann oder Weib, und dabei
gläubig sind, werden ins Paradies eingehen, und ihnen wird nicht ein
Dattelgrübchen Unrecht getan. |
| 4:125 | Und wer
hat eine schönere Religion als der, der sich völlig Gott hingibt und
dabei rechtschaffen ist und der Glaubensrichtung Abrahams, als Anhänger
des reinen Glaubens, folgt? Gott hat sich Abraham ja zum Vertrauten
genommen. |
| 4:126 | Und Gott gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Gott umfaßt alle Dinge. |
| 4:127 | Sie
fragen dich um Rechtsauskunft über die Frauen. Sprich: Rechtsauskunft
über sie gibt euch Gott, und auch das, was euch im Buch verlesen wird
über die weiblichen Waisen, denen ihr nicht das zukommen laßt, was
ihnen vorschriftsgemäß zusteht, und die ihr nicht heiraten wollt, und
auch über die von den Kindern, die wie Schwache behandelt werden; und
ihr sollt für die Gerechtigkeit gegenüber den Waisen eintreten. Was ihr
an Gutem tut, Gott weiß es. |
| 4:128 | Und wenn
eine Frau von ihrem Gemahl Widerspenstigkeit oder Abwendung befürchtet,
so ist es für sie beide kein Vergehen, untereinander Aussöhnung zu
schaffen, und die Aussöhnung ist besser. Und die Menschen sind dem Geiz
ständig verfallen. Und wenn ihr rechtschaffen und gottesfürchtig seid,
so hat Gott Kenntnis von dem, was ihr tut. |
| 4:129 | Und ihr
werdet es nicht schaffen, die Frauen gleich zu behandeln, ihr mögt euch
noch so sehr bemühen. Aber wendet euch nicht (von der einen) gänzlich
ab, so daß ihr sie in der Schwebe laßt. Und wenn ihr nach Aussöhnung
strebt und Gott fürchtet, so ist Gott voller Vergebung und barmherzig. |
| 4:130 | Und wenn
die beiden sich trennen, wird Gott aus seinem umfassenden Reichtum
jeden unabhängig machen. Und Gott umfaßt alles und ist weise. |
| 4:131 | Und Gott
gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Wir haben denen, denen
das Buch vor euch zugekommen ist, und auch euch aufgetragen: Fürchtet
Gott. Wenn ihr ungläubig seid, so gehört Gott doch (alles), was in den
Himmeln und auf der Erde ist. Gott ist auf niemanden angewiesen und des
Lobes würdig. |
| 4:132 | Und Gott gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Gott genügt als Sachwalter. |
| 4:133 | Wenn Er will, läßt Er euch, ihr Menschen, fortgehen und andere nachrücken. Gott hat dazu die Macht. |
| 4:134 | Wenn einer den Lohn des Diesseits will, so besteht bei Gott der Lohn des Diesseits und des Jenseits. Gott hört und sieht alles. |
| 4:135 | O ihr,
die ihr glaubt, tretet für die Gerechtigkeit ein und legt Zeugnis für
Gott ab, auch wenn es gegen euch selbst oder gegen die Eltern und die
Angehörigen sein sollte. Wenn es sich um einen Reichen oder einen Armen
handelt, so hat Gott eher Anspruch auf beide; folgt also nicht (euren)
Neigungen, anstatt gerecht zu sein. Wenn ihr (das Zeugnis) verdreht
oder davon ablaßt, so hat Gott Kenntnis von dem, was ihr tut. |
| 4:136 | O ihr,
die ihr glaubt, glaubt an Gott und seinen Gesandten, und das Buch, das
Er auf seinen Gesandten herabgesandt hat, und das Buch, das Er zuvor
herabgesandt hat. Wer Gott verleugnet, und seine Engel, seine Bücher,
seine Gesandten und den Jüngsten Tag, der ist weit abgeirrt. |
| 4:137 | Denen,
die glauben und dann ungläubig werden, dann wieder glauben und dann
wieder ungläubig werden und dann im Unglauben zunehmen, denen wird Gott
unmöglich vergeben, und Er wird sie unmöglich einen rechten Weg führen. |
| 4:138 | Verkünde den Heuchlern, daß für sie eine schmerzhafte Pein bestimmt ist, |
| 4:139 | (sie),
die sich die Ungläubigen anstelle der Gläubigen zu Freunden nehmen.
Suchen sie denn bei ihnen die Macht? Alle Macht gehört Gott. |
| 4:140 | Er hat
auf euch im Buch herabgesandt, ihr sollt, wenn ihr hört, daß Leute die
Zeichen Gottes verleugnen und über sie spotten, euch nicht zu ihnen
setzen, bis sie auf ein anderes Gespräch eingehen. Sonst seid ihr ihnen
gleich. Gott wird die Heuchler und die Ungläubigen allesamt in der
Hölle versammeln, |
| 4:141 | Die euch
gegenüber ja abwarten: Wenn euch ein Erfolg von Gott her zufällt, sagen
sie: »Sind wir nicht mit euch gewesen?«; und wenn den Ungläubigen ein
Glück zufällt, sagen sie: »Haben wir euch nicht in der Hand gehabt,
euch aber vor den Gläubigen geschützt?« Gott wird am Tag der
Auferstehung zwischen euch urteilen. Und Gott wird nie den Ungläubigen
eine Möglichkeit geben, gegen die Gläubigen vorzugehen. |
| 4:142 | Die
Heuchler versuchen, Gott zu betrügen; Er ist es aber, der sie betrügt.
Und wenn sie sich zum Gebet hinstellen, stellen sie sich nachlässig
hin, wobei sie von den Menschen gesehen werden wollen, und sie gedenken
Gottes nur wenig. |
| 4:143 | Sie
schwanken dazwischen und schließen sich weder diesen noch jenen an. Und
wen Gott irreführt, für den wirst du keinen Weg finden. |
| 4:144 | O ihr,
die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Ungläubigen anstelle der Gläubigen
zu Freunden. Wollt ihr denn Gott eine offenkundige Handhabe gegen euch
liefern? |
| 4:145 | Die Heuchler befinden sich im untersten Grund des Feuers, und du wirst für sie keinen Helfer finden, |
| 4:146 | Außer
denen, die umkehren und Besserung zeigen, an Gott festhalten und
gegenüber Gott aufrichtig in ihrer Religion sind. Jene zählen zu den
Gläubigen. Und Gott wird den Gläubigen einen großartigen Lohn zukommen
lassen. |
| 4:147 | Warum sollte Gott euch peinigen, wenn ihr dankbar und gläubig seid? Und Gott zeigt sich erkenntlich und weiß Bescheid. |
| 4:148 | Gott
liebt es nicht, daß jemand über das Böse öffentlich redet, es sei denn,
es wurde ihm Unrecht getan. Gott hört und weiß alles. |
| 4:149 | Ob ihr etwas Gutes offen zeigt oder geheimhaltet oder etwas Böses verzeiht, Gott ist voller Verzeihung und mächtig. |
| 4:150 | Diejenigen,
die Gott und seine Gesandten verleugnen und zwischen Gott und seinen
Gesandten unterscheiden wollen und sagen: »Wir glauben an die einen,
verleugnen aber die anderen«, und einen Weg dazwischen einschlagen
wollen, |
| 4:151 | Das sind die wahren Ungläubigen. Und Wir haben für die Ungläubigen eine schmähliche Pein bereitet. |
| 4:152 | Denen,
die an Gott und seine Gesandten glauben und bei keinem von ihnen einen
Unterschied machen, wird Er ihren Lohn zukommen lassen. Gott ist voller
Vergebung und barmherzig. |
| 4:153 | Die
Leute des Buches fordern von dir, daß du auf sie ein Buch vom Himmel
herabsenden läßt. Sie haben von Mose etwas noch Größeres als dieses
gefordert und gesagt: »Laß uns Gott offen sehen.« Da ergriff sie der
Donnerschlag wegen ihrer Ungerechtigkeit. Dann nahmen sie sich das
Kalb, nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen waren. Wir
verziehen das, und Wir gaben Mose eine offenkundige Ermächtigung. |
| 4:154 | Und Wir
hoben den Berg über sie bei (der Entgegennahme) ihrer Verpflichtung
empor und sprachen zu ihnen: »Betretet das Tor in der Haltung der
Niederwerfung.« Und Wir sprachen zu ihnen: »Begeht am Sabbat keine
Übertretungen.« Und Wir nahmen von ihnen eine feste Verpflichtung
entgegen. |
| 4:155 | (Verflucht
wurden sie,) weil sie ihre Verpflichtung brachen, die Zeichen Gottes
verleugneten, die Propheten zu Unrecht töteten und sagten: »Unsere
Herzen sind unbeschnitten« - vielmehr hat Gott sie wegen ihres
Unglaubens versiegelt, so daß sie nur wenig glauben; |
| 4:156 | Und weil sie ungläubig waren und gegen Maria eine gewaltige Verleumdung aussprachen; |
| 4:157 | Und weil
sie sagten: »Wir haben Christus Jesus, den Sohn Marias, den Gesandten
Gottes, getötet.« - Sie haben ihn aber nicht getötet, und sie haben ihn
nicht gekreuzigt, sondern es erschien ihnen eine ihm ähnliche Gestalt.
Diejenigen, die über ihn uneins sind, sind im Zweifel über ihn. Sie
haben kein Wissen über ihn, außer daß sie Vermutungen folgen. Und sie
haben ihn nicht mit Gewißheit getötet, |
| 4:158 | Sondern Gott hat ihn zu sich erhoben. Gott ist mächtig und weise. |
| 4:159 | Und es
gibt keinen unter den Leuten des Buches, der nicht noch vor seinem Tod
an ihn glauben würde. Am Tag der Auferstehung wird er über sie Zeuge
sein. - |
| 4:160 | Und
wegen der Ungerechtigkeit derer, die Juden sind, haben Wir ihnen
köstliche Dinge verboten, die ihnen (sonst) erlaubt waren, und weil sie
viele vom Weg Gottes nachdrücklich abweisen; |
| 4:161 | Und weil
sie Zins nehmen, obwohl er ihnen verboten ist; und weil sie das
Vermögen der Menschen durch Betrug verzehren. Und Wir haben den
Ungläubigen unter ihnen eine schmerzhafte Pein bereitet. |
| 4:162 | Aber
diejenigen von ihnen, die im Wissen fest gegründet sind, und auch die
Gläubigen glauben an das, was zu dir herabgesandt wurde und was vor dir
herabgesandt wurde. Und denen, die das Gebet verrichten und die Abgabe
entrichten und an Gott und den Jüngsten Tag glauben, denen werden Wir
einen großartigen Lohn zukommen lassen. |
| 4:163 | Wir
gaben dir eine Offenbarung, wie Wir Noach und den Propheten nach ihm
offenbart haben. Und Wir offenbarten (auch) Abraham, Ismael, Isaak,
Jakob und den Stämmen, Jesus, Ijob, Jonas, Aaron und Salomo. Und Wir
ließen David eine Schrift zukommen. |
| 4:164 | Und (Wir
schickten) Gesandte, von denen Wir dir früher erzählt haben, und (auch)
Gesandte, von denen Wir dir nicht erzählt haben - und Gott hat mit Mose
wahrhaftig gesprochen -, |
| 4:165 | Gesandte
als Freudenboten und Warner, damit die Menschen nach dem Auftreten der
Gesandten keinen Beweisgrund gegen Gott haben. Und Gott ist mächtig und
weise. |
| 4:166 | Gott
bezeugt, was Er zu dir herabgesandt hat. Er hat es mit seinem Wissen
herabgesandt. Auch die Engel bezeugen es. Und Gott genügt als Zeuge. |
| 4:167 | Diejenigen, die ungläubig sind und vom Weg Gottes abweisen, sind weit abgeirrt. |
| 4:168 | Denen, die ungläubig sind und Unrecht tun, wird Gott unmöglich vergeben, und Er wird sie unmöglich einen rechten Weg führen, |
| 4:169 | Es sei denn den Weg zur Hölle, darin werden sie auf immer ewig weilen. Und dies ist Gott ein leichtes. |
| 4:170 | O ihr
Menschen, der Gesandte ist von eurem Herrn mit der Wahrheit zu euch
gekommen. So glaubt, das ist besser für euch. Wenn ihr ungläubig
bleibt, so gehört Gott doch (alles), was in den Himmeln und auf der
Erde ist. Gott weiß Bescheid und ist weise. |
| 4:171 | O ihr
Leute des Buches, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt über Gott
nur die Wahrheit. Christus Jesus, der Sohn Marias, ist doch nur der
Gesandte Gottes und sein Wort, das Er zu Maria hinüberbrachte, und ein
Geist von Ihm. So glaubt an Gott und seine Gesandten. Und sagt nicht:
Drei. Hört auf, das ist besser für euch. Gott ist doch ein einziger
Gott. Preis sei Ihm, und erhaben ist Er darüber, daß Er ein Kind habe.
Er hat, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Gott genügt
als Sachwalter. |
| 4:172 | Christus
wird es sicher nicht aus Widerwillen ablehnen, Diener Gottes zu sein,
und auch nicht die in die Nähe (Gottes) zugelassenen Engel. Wenn einer
es aus Widerwillen ablehnt, Ihm zu dienen, und sich hochmütig zeigt, so
wird Gott doch sie allesamt zu sich versammeln. |
| 4:173 | Denen
nun, die glauben und die guten Werke tun, wird Er ihren Lohn voll
erstatten, und Er wird ihnen von seiner Huld noch mehr geben.
Diejenigen aber, die Widerwillen zeigen und sich hochmütig verhalten,
wird Er mit einer schmerzhaften Pein peinigen. Und sie werden für sich
anstelle Gottes weder Freund noch Helfer finden. |
| 4:174 | O ihr
Menschen, gekommen ist nunmehr zu euch ein Beweis von eurem Herrn. Und
Wir haben zu euch ein offenkundiges Licht hinabgesandt. |
| 4:175 | Diejenigen
nun, die an Gott glauben und an Ihm festhalten, wird Er in seine
Barmherzigkeit und Huld eingehen lassen und auf einem geraden Weg zu
sich führen. |
| 4:176 | Sie
fragen dich um Rechtsauskunft. Sprich: Gott gibt euch eine
Rechtsauskunft über die seitliche Verwandtschaft. Wenn jemand stirbt,
ohne ein Kind zu haben, und er eine Schwester hat, dann steht ihr die
Hälfte dessen, was er hinterläßt, zu. Und er beerbt sie, wenn sie kein
Kind hat. Wenn es zwei (Schwestern) sind, stehen ihnen zwei Drittel
dessen, was er hinterläßt, zu. Wenn es Geschwister sind, Männer und
Frauen, dann steht dem männlichen Geschwister soviel wie der Anteil von
zwei weiblichen zu. Gott macht es euch deutlich, damit ihr nicht
irregeht. Und Gott weiß über alle Dinge Bescheid. |